Trauer um Schlager-Star und Ex-Dschungelcamper Gunter Gabriel

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Gesteckt voll war die Pizzeria Pinocchio am Mittwochabend. In der Bürgerversammlung stand das Thema Wiedemann-Areal im Vordergrund. 

Bürgerversammlung 

Viele Fragen zum Wiedemann-Areal

Münsing - Das geplante Seniorenwohnstift auf dem Wiedemann-Areal bereitet den Münsingern Sorgen. Mehrere Wortmeldungen bei der sehr gut besuchten Bürgerversammlung machten das deutlich.

Gesteckt voll war der Saal der Pizzeria Pinocchio am Mittwochabend. Mitglieder des Ostuferschutzverbands (OSV) und Anwohner nutzten die Gelegenheit, ihre Bedenken wegen der Seniorenwohnanlage in Ambach zu äußern. Das Unternehmen „Kuratorium Wohnen im Alter“ (KWA) will auf dem ehemaligen Sanatoriumsgelände 90 Wohnungen bauen. Dr. Gustav Neumeister vom OSV erinnerte daran, dass es sich bei dem Gebiet eigentlich um unbebaubaren Außenbereich handle und die Genehmigung für die Klinik seinerzeit „fragwürdig“ gewesen sei. Neumeister zufolge haben die Gebäude deshalb keinen Bestandsschutz. Der Jurist schlug deshalb vor, die Häuser abzureißen und das Grundstück als natürliche Fläche zu erhalten. Sollte es bebaut werden, dann nicht mit einem „Senioren-Ghetto“, sondern mit einem „lebendigen Wohngebiet“.

Auch die Gemeinde will keine zu starke Verdichtung

Sebastian Wiedemann, direkter Anwohner und Nachkomme der einstigen Sanatoriumsbetreiber, forderte, dass die Gemeinde die Pläne des Investors öffentlich auslegen und nicht darauf warten soll, bis die KWA an die Öffentlichkeit geht. Carl Schmöle aus Ambach schließlich sagte, das neue Gemeindezentrum am Pallaufhof werde unter „langem Ringen“ mit Bürgerbeteiligung geplant. Er würde sich ein ähnliches Prozedere für das rund 12 000 Quadratmeter große Wiedemann-Grundstück wünschen. Bürgermeister Michael Grasl entgegnete, dass die Gemeinde in Ambach nicht wie beim Pallaufhof Eigentümerin sei. Sebastian Wiedemann antwortete er, es liege noch kein Entwurf der KWA auf dem Tisch, über den man seriös reden könne. Dr. Gustav Neumeisters Bedenken kann Grasl nachvollziehen: „Ihre Ideen decken sich zum Teil mit den Zielen der Gemeinde“, sagte er. Auch sie wolle keine zu starke Verdichtung. Die Sorge, es könnte ein Ghetto für Senioren entstehen, teilt Grasl indes nicht. Der Investor wolle sein Haus öffnen für Veranstaltungen und Begegnungen.

Ein Zeitplan für das neue Gemeindezentrum kommt bald

In seinem Rechenschaftsbericht hatte der Bürgermeister zuvor die wichtigsten Projekte für die nächsten zehn Jahre skizziert. Ganz oben steht der Neubau eines Gemeindezentrums oder Bürgerhauses an Stelle des alten Pallaufhofs. Grasl: „Ich schätze, dass wir nach der Sommerpause einen realistischen Zeitplan haben. Wir müssen irgendwann mal Farbe bekennen und den Spaten setzen.“ Alle Wünsche könnten aber aufgrund des beschränkten Platzes sicher nicht erfüllt werden. Einher mit dem Bürgerhausbau gehen die Rathausverlegung in den Neubau und die Einrichtung eines Hauses für Kinder im jetzigen Rathaus. Auch der Gemeindesaal soll in den kommenden Jahren saniert und eventuell umgenutzt werden. Das Vereinsheim für Degerndorf ist bereits in Planung, ein Feuerwehrhaus für Ammerland mittelfristig dringend notwendig. Tanja Lühr

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