ARD stellt TV-Serie „Lindenstraße“ ein

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Nach einem Unfall mit drei Toten spritzte ein Feuerwehrmann Gaffer mit Wasser ab

Nach dem Fall in Unterfranken

Wasser gegen Gaffer? Das sagt ein Feuerwehrler aus Münsing

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Auf der A3 in Unterfranken bespritzte ein Feuerwehrmann einige Gaffer an einer Unfallstelle mit Wasser. Wir fragten Münsings Feuerwehr-Chef Thomas Sellmeier, was er von der Aktion des Kollegen hält.

Münsing – Die Aktion sorgte bundesweit für Aufsehen: Ein Feuerwehrmann hatte an einer Unfallstelle auf der A3 in Unterfranken im Schneckentempo vorbeischleichende Fahrzeuge von filmenden Gaffern mit Wasser bespritzt. Das brachte ihm Kritik von der Polizei, aber auch viel Zustimmung in den sozialen Netzwerken ein.

Herr Sellmeier, auch Sie und Ihre Männer rücken in der Regel aus, wenn sich auf der A 95 ein Unfall ereignet. Schon Probleme mit Gaffern gehabt?

In dem Sinn noch nicht. Aber ich erinnere mich an einen Unfall, der etwa vier, fünf Jahre zurückliegt. Wir haben nachts an einer Unfallstelle auf der Fahrbahn in Richtung München gearbeitet, als wir von der Gegenfahrbahn plötzlich lautes Reifenquietschen hörten. Ein Gaffer hatte sein Auto so stark abgebremst, dass der Hintermann einen Zusammenstoß nur noch mit einer Vollbremsung hat verhindern können. So etwas kann natürlich auch für uns sehr gefährlich werden.

Können Sie verstehen, wenn ein Kollege – wie in Unterfranken geschehen – einen Wasserstrahl gegen Gaffer einsetzt?

Diese Aktion wird bei uns derzeit heiß diskutiert. Die meisten meiner Leute haben eher ein Problem damit. Ich persönlich kann dagegen verstehen, was der Mann gemacht hat. Allerdings halte ich die Ausführung für unglücklich.

Erklären Sie uns das bitte genauer.

Er hätte den Schlauch statt direkt auf die Gaffer besser parallel zur Fahrbahn richten sollen, um so eine Art Wasservorhang als Sichtschutz zu schaffen. Dann läuft er auch nicht Gefahr, jemanden zu verletzen oder etwas zu zerstören, sollte ein Autofenster geöffnet sein. Allerdings ist das mit dem Sichtschutz so eine Sache. Abschirmwände werden zwar mittlerweile vom Staat bezuschusst, aber gegen Lkw-Fahrer helfen die halt auch nicht. Wie gesagt, das ist ein diskutables Thema. Fragen Sie fünf Leute, und Sie bekommen acht Meinungen dazu.

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