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Stolzer Stamm-Halter: Michael Lechner, Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung Holzkirchen, legte bei der 18. Oberland-Wertholzsubmission den teuersten Baum vor. Sein Bergahorn brachte 3769 Euro ein.

Jede Menge edles Holz

Das Wertvolle Holz kommt aus Ambach

Münsing - Bei der Wertholzsubmission in Ambach ist eine deutliche Mengensteigerung zu verzeichnen. Den teuersten Baum legte Michael Lechner vor.

Die „Braut“ stammt aus Tirol. So wird der Stamm mit dem höchsten Gebot pro Kubikmeter bezeichnet. Der Forstservice Tirol lieferte den geriegelten Ahorn, der 3333 Euro pro Festmeter und damit 3266 Euro für den gesamten Stamm erzielte. Das Prachtstück war am Donnerstag auf dem Parkplatz des Erholungsgeländes Ambach/St. Heinrich mit vielen anderen Stämmen ausgestellt. Dorthin hatte die Waldbesitzervereinigung (WBV) Holzkirchen zur diesjährigen Oberland-Wertholzsubmission eingeladen. „Wir freuen uns über das gute Ergebnis bei deutlich höherem Holzangebot“, teilt WBV-Vorsitzender Michael Lechner mit.

Wolfgang Neuerburg, Forstdirektor in Holzkirchen.

Unter der Federführung der WBV fand die Veranstaltung mit Unterstützung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen zum 18. Mal statt. Bei der Wertholzsubmission handelt es sich um eine schriftliche Versteigerung besonders wertvoller Einzelstämme. Interessierte konnten ihre Gebote bis Anfang Februar im Grünen Zentrum in Holzkirchen abgeben. Die Briefe wurden am Submissionstag unter amtlicher Aufsicht eines Försters geöffnet. Die WBV Holzkirchen stellte mit 243 Kubikmetern wieder den größten Teil des Angebots. „Es ist uns gelungen, die WBV-Mitglieder vom Wert der Submission zu überzeugen und so zu einer sehr deutlichen Mengensteigerung beizutragen“, berichtet Michael Lechner.
 
Insgesamt lieferten sechs Waldbesitzervereinigungen und forstliche Zusammenschlüsse aus Oberbayern und Tirol, der Kommunalwald der Stadt München sowie die staatlichen Forstbetriebe Bad Tölz, Wolfratshausen und München 451 Kubikmeter wertvolles Laub- und Nadelholz nach Ambach am Starnberger See – laut Lechner deutlich mehr als in den beiden Vorjahren. „Das ist genau die Menge, die wir unseren Kunden auf Dauer einmal jährlich anbieten wollen“, so WBV-Geschäftsführer Gerhard Penninger. Die edlen Hölzer sind gefragt bei Furnierherstellern, Musikinstrumentenbauern und Schreinern.

Der insgesamt teuerste Stamm war ein Bergahorn aus dem Gebiet der WBV Holzkirchen. Ein Furnierwerk zahlte dafür 3769 Euro. Alles in allem konnte die WBV Holzkirchen laut Michael Lechner einen Umsatz in Höhe von etwa 117 000 Euro netto für die Waldbesitzer erzielen – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Eine Steigerung bei den Durchschnittspreisen lag bei Fichte, Esche und Bergahorn vor. Auch seltenere Hölzer wie Birne, Elsbeere, Kirsche und Linde fanden zu guten Preisen Abnehmer.

Einig sind sich Gerhard Penninger und Forstdirektor Wolfgang Neuerburg vom AELF Holzkirchen, dass die Menge des angebotenen Holzes dauerhaft auf dem diesjährigen Niveau gehalten werden muss. Dazu, so Penninger, sei es notwendig, noch andere Forstbetriebe mit ins Boot zu holen. „Das Holz ist ja ohne Zweifel in ausreichender Menge und Qualität im Einzugsgebiet der Verkaufsveranstaltung verhanden“, so Forstmann Neuerburg. Die Oberland Wertholzsubmission sei die beste Werbung für den Anbau der heimischen Laubholzarten, denen nicht zuletzt auch unter dem Aspekt des Klimawandels eine immer größere Bedeutung zukomme.

von Tanja Lühr

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