AfD-Politiker abgewählt: Rechtsausschuss-Vorsitzender Brandner muss gehen

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Die neue Ortsverbands-Führung der Münsinger Christsozialen: (v. li.) Robert Uhle (Schriftführer), Martin Ehrenhuber (1. Voritzender), Helge Strauß (stellvertretender Vositzender), Bernd Hannemann (stellvertretender Vorsitzender) und Hans Schmid (Kassier).

„Leben in unfassbarem Glück“

Münsinger CSU möchte neue Mitglieder generieren

Münsing – Die Münsinger CSU will einiges anpacken in den kommenden Jahren. Über Projekte, Anträge und Ideen berichtete der wiedergewählte Ortsvorsitzende Martin Ehrenhuber in der Jahresversammlung.

Zuvor aber schlug der 43-Jährige am Donnerstag im Gasthaus Limm nachdenkliche Töne an. „Die Welt ist aus den Fugen geraten“, zitierte er den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer: die Ukraine-Krise, der Terroranschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo, die Flüchtlingsströme nach Europa aufgrund von Kriegen und ganz aktuell der Absturz der Germanwings-Maschine mit 150 Toten. „Wir hier in Münsing leben in unfassbarem Glück“, sagte Ehrenhuber. „Als CSU sollten wir uns dessen immer bewusst sein.“ Es gelte lokal wie international für Werte wie Frieden, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit einzutreten.

Soweit der Blick über den Tellerrand. Kommunalpolitisch zeigte sich der Ortsvorsitzende zufrieden. Die beiden CSU-Gemeinderäte Helge Strauß und Thomas Schurz hätten erfolgreiche Anträge zur besseren Schulbusbeförderung der Münsinger Kinder, zur Umstellung der Straßenlaternen auf LED-Technik und zum Bau eines Gehwegs am Hartlweg eingebracht. Der nächste Antrag liege bereits im Rathaus: Die CSU wünscht sich zur Belebung des Tourismus Badeinseln im Starnberger See an den öffentlichen Stränden. Es gebe bereits vier solcher Pontons, sie kosteten insgesamt rund 10 000 Euro, sagte Ehrenhuber. Zudem regt er an, den Pendlerparkplatz an der Autobahn zu erweitern, da dieser ständig überfüllt sei.

Als Ziel für die kommenden Jahre hat sich der Familienvater aus Ammerland die Gewinnung junger Mitglieder im Ortsverband gesteckt. Er plant einen Kennenlern-Abend unter dem Motto „Pizza und Politik“ im Pinocchio. Derzeit zähle der Ortsverband 67 Mitglieder, berichtete er. Sie seien überwiegend älter. Beibehalten will der Vorsitzende die öffentlichen Vorstandssitzungen jeden ersten Donnerstag im Monat ab 19.30 Uhr im Gasthaus Limm.

Sein Steckenpferd, die Energiewende, will der Bezirksvorsitzende des CSU-Arbeitskreises Energiewende Oberbayern, auch in der eigenen Gemeinde im Auge behalten. Man solle jetzt einmal abwarten, wie es mit der Windkraft in Berg laufe, so Ehrenhuber. Er sei froh, dass Münsings Bürgermeister Michael Grasl nach wie vor gewillt sei, in Sachen Windanlagen „weiterzudenken“. Einstweilen, so schlug er vor, könnte in Münsing die Photovoltaik ausgebaut werden, kombiniert mit einer geeigneten Speichertechnik.

Zu Ehrenhubers Stellvertretern wurden Helge Strauß und Bernd Hannemann gewählt. Schatzmeister bleibt Hans Schmid, Schriftführer ist Robert Uhle. Beisitzer sind Peter Holzer, Hubert Kühn, Dominik Bernwieser, Christoph Limm und Christine Westermayr. Tanja Lühr

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