Nach Flugzeugabsturz

TSV-Fußballer trauern um ihren Spieler

Wolfratshausen - Tiefe Trauer herrscht beim TSV Wolfratshausen nach dem Flugzeugabsturz: An Bord der Unglücksmaschine war ein Teamkollege. Auf seiner Homepage äußert sich der Verein zum tragischen Unglück.

Wie berichtet, ist unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen auch ein Gautinger Geschäftsmann. Der 38-Jährige arbeitete für eine Münchner Firma und war auf dem Rückflug von einer Dienstreise in Spanien, als der Airbus bei Seyne-les-Alpes zerschellte. Nach Medienberichten bewohnte er zusammen mit seiner Frau eine Doppelhaushälfte.

Erschütterung herrscht beim TSV Wolfratshausen, wo der Sportler jahrelang aktiv Fußball spielte. Auf seiner Homepage teilt der Club den tragischen Tod seines einstigen Aktiven und Jugendtrainers mit: „Unser langjähriger Sportkamerad und Freund saß in der Unglücksmaschine 4U9525 und ist eines der 150 Opfer des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen.“

Der Verein habe die Nachricht vom Tod seines Fußballers „tief betroffen und maßlos traurig“ vernommen, heißt es in einer am Mittwochabend veröffentlichten Mitteilung weiter. „Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei seiner Frau und Familie.“ Thomas Metz, Leiter der Fußballabteilung beim TSV Wolfratshausen, sagte der tz: „Man denkt immer, dass so etwas nur anderen passiert.“ Und weiter: „Wir sind alle total erschüttert.“ Der 38-Jährige war jahrelang Kapitän der Fußballer.

Die Gemeindeverwaltung wollte sich am Donnerstag nicht zum Tod ihres Bürgers äußern. Ein Sprecher bestätigte lediglich Berichte, wonach im Rathaus zunächst die Befürchtung bestanden hatte, dass ein Familienmitglied eines Gemeindemitarbeiters in der Unglücksmaschine saß. Deshalb gab es bei der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend eine Schweigeminute. Dann stellte sich jedoch heraus, dass die Information falsch war. Dass der 38-Jährige bei dem Absturz des Airbus A320 ums Leben kam, war zu dem Zeitpunkt im Rathaus noch nicht bekannt.

Das Wichtigste zum Flugzeugabsturz finden Sie in unserem Liveticker.

dpa

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