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Auf dem Weg nach ganz oben

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Ab auf die Eliteschule: Von Gregor Mayrhofer wird man in Zukunft wohl noch mehr hören. Der begabte Dirigent und mittlere Spross der bekannten Waldramer Musikerfamilie besucht ab dem kommenden Herbst die renommierteste Musikhochschule der Welt: die New Yorker Juilliard School. Foto: red
Ab auf die Eliteschule: Von Gregor Mayrhofer wird man in Zukunft wohl noch mehr hören. Der begabte Dirigent und mittlere Spross der bekannten Waldramer Musikerfamilie besucht ab dem kommenden Herbst die renommierteste Musikhochschule der Welt: die New Yorker Juilliard School. Foto: red

Waldram - Dirigent Gregor Mayrhofer aus Waldram besucht ab Herbst die renommierteste Musikhochschule der Welt.

In Waldram ist er aufgewachsen, jetzt steht er vielleicht kurz vor dem internationalen Durchbruch: Die Rede ist von Gregor Mayrhofer (28). Der Sohn der bekannten Waldramer Musikerfamilie besucht ab Herbst die renommierteste Musikhochschule der Welt in New York City: die Juilliard School unter Leitung von Professor Alan Gilbert, zugleich Chefdirigent der New York Philharmonic. Er gehört zu den Top Ten der weltbesten Dirigenten.

„Wenn ich nochmal ins Ausland gehe, dann soll es eine Hausnummer sein“, sagt Gregor Mayrhofer im Gespräch mit unserer Zeitung. Seit Jahren besucht er die namhaften Konservatorien Europas. Er studierte Komposition in Paris am Conservatoire national supérieur de musique de Paris bei Frédéric Durieux und beendete kürzlich sein Masterstudium für Dirigat und Komposition an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf bei Rüdiger Bohn und Manfred Trojahn. Jetzt macht er den Schritt in die Vereinigten Staaten.

Seit seiner Jugend räumt der 28-Jährige Preise ab, erhält Stipendien und ist europaweit auf Tour. Außerdem gründete er vor drei Jahren das Studienstiftungsorchester Nordrhein-Westfalen. Gregor Mayrhofer setzt sich für die zeitgenössische Musik ein: Er ist viel unterwegs und pendelt zwischen seinem Elternhaus in Waldram sowie dem Rest der Welt hin und her. Erst kürzlich kam er aus Mauritius zurück, wo er die Opernfestspiele leitete. Demnächst soll es schon wieder nach Luzern gehen, zur Vorbesprechung für die kommenden zwei Jahre, wo er die Leitung der Uraufführungen der Roche Composers Competition beim Luzern-Festival übernehmen wird. Danach geht’s im Flieger nach Köln zur Probenphase mit dem Ensemble „Garage“, mit dem er auf Polen-Tournee geht.

Mayrhofers Leben ist jetzt schon bunt und turbulent, aber es wird noch kosmopolitischer werden. Sein Glück könne er kaum fassen, gesteht der junge Mann mit den Schneckerllocken - schließlich ist New York für jeden Musiker die oberste Sprosse auf der Leiter zum Erfolg. „Unter den Bewerbern wird streng ausgefiltert, dieses Jahr wurden zwei Dirigierstudenten an der Juilliard School aufgenommen“, sagt der Musiker.

Die Akademie hat nicht nur einen hervorragenden Ruf. Eine Besonderheit ist, dass sich Schulleiter Gilbert persönlich Zeit für seine Schützlinge nimmt - und wenn er selbst verhindert ist, werden die jungen Studenten von Gastdirigenten der New York Philharmonic unterrichtet. Für Mayrhofer ist dieses Orchester die „Crème de la Crème“, sagt er.

Der Waldramer plant, zunächst für zwei Jahre nach New York zu gehen. Wie es dann weitergeht - wer weiß. Vielleicht schafft es der nette Nachbarsbub aus Waldram in den Kreis der besten Dirigenten der Welt. (web)

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