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Schmerzlich vermisst wird der verletzte Verteidiger Dominic Fuchs bei den Geretsrieder River Rats. Der Verein erwägt deshalb die Verpflichtung eines zweiten Kontingentspielers, womöglich eines Abwehrspielers aus Tschechien.

Eishockey

Nachjustieren in der Defensive

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Die Geretsrieder River Rats suchen einen zweiten Kontingentspieler als Ersatz für den längerfristig verletzten Dominic Fuchs.

Geretsried – Neun Spiele muss das Geretsrieder Eishockeyteam in der Bayernliga-Hinrunde bestreiten – neun Spiele, in denen der ESC dringend Punkte für den erhofften Einzug in die Verzahnungsrunde mit der Oberliga sammeln muss. Zuletzt gab es zwar Erfolge über Bad Kissingen (6:4) und Miesbach (5:4). Doch verloren die River Rats zweimal gegen den alten Rivalen Peißenberg (jeweils 4:5) und die starken Füssener (1:7).

Nach der Freitags-Partie wurde Coach Ludwig Andrä in der Pressekonferenz gefragt, ob der ESC mit Öffnung der Transferliste am 1. Dezember noch einmal nachrüsten werde? „Ich hätte gerne von Beginn an einen zweiten Kontingentspieler gehabt, aber im Verein gilt die Devise, dass am Ende der Saison finanziell die schwarze Null stehen muss. Und das ist auch richtig so“, sagt der 46-Jährige.

Bedeckt hielt sich Andrä bezüglich eines mutmaßlichen Anklopfens von Martin Zahora: Der Tscheche war offenbar beim Liga-Konkurrenten TEV Miesbach unglücklich und wollte sein Glück in Geretsried versuchen. Mittlerweile soll der 24-jährige Stürmer allerdings wieder beim Landesligisten Kempten untergekommen sein.

„Ja, wir müssen tätig werden“, räumt ESC-Vorsitzender Thomas Stöber auf Anfrage ein. Es gehe nicht nur darum, die Mannschaft für den Endspurt um Platz acht oder im schlechteren Fall für die Abstiegsrunde zu verstärken. Akuter Bedarf besteht vor allem wegen des Ausfalls von Dominic Fuchs. Der 25-jährige Top-Verteidiger hat verletzungsbedingt bisher lediglich elf Partien bestritten, und es ist weiterhin offen, wann er in den Kader zurückkehrt. „Man merkt im Spielaufbau brutal, dass Dominic fehlt“, sagt Stöber. Man sei deshalb in Verhandlungen mit Sponsoren, um Ersatz verpflichten zu können. „Mir wäre ein tschechischer Verteidiger am liebsten“, meint der Klubchef.

Der neue Mann müsse sich allerdings darauf einstellen, neben dem Eishockey einer geregelten Arbeit nachzugehen – wie zum Beispiel Rats-Topscorer Ondrej Horvath. „Anders lässt sich das hier in Geretsried nicht machen“, betont Stöber.

Peter Holdschik hat derweil bereits erste Kontakte geknüpft. „Wir waren in unseren Verhandlungen schon sehr weit, aber der Spieler ist dann doch in seine Heimat nach Tschechien zurückgekehrt“, bedauert der zweite Vorsitzende. Einen Namen nennt er nicht, doch mutmaßlich handelte es sich um Ondrej Stava (23), der vor wenigen Tagen den Bayernliga-Aufsteiger EC Bad Kissingen verlassen hat. „Ich werde mich hauptsächlich auf dem tschechischen Markt umsehen“, verrät der ESC-Vize, der im Vorstand für die sportlichen Belange der River Rats zuständig ist. Mit Spielern aus dem östlichen Nachbarland habe man stets gute Erfahrungen in Geretsried gemacht; einen Crack aus Nordamerika zu holen, mache angesichts der Eingewöhnungszeit wenig Sinn.

Einen oder zwei geeignete Verteidiger hat er noch auf seiner Liste. Mit ihnen möchte er umgehend in Kontakt treten. Holdschik: „Idealerweise sollte der Transfer noch im Dezember über die Bühne gehen.“

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