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In landestypischen Gewändern erschienen die Asylbewerber gestern beim interkulturellen Sommerfest im Garten der Stadtbücherei. Organisiert hat das Fest Viola Leboane, hier mit Martin aus Afghanistan.

Nachmittag der Nationen

Wolfratshausen - Asylbewerber und Wolfratshauser Bürger feierten im Garten der Stadtbücherei ein interkulturelles Sommerfest. Organisiert hatte es Viola Leboane.

Kinder toben durch den Garten, der Duft von Gegrilltem liegt in der Luft, Ballons zieren den Eingang der Stadtbücherei. Trotz des durchwachsenen Wetters folgten viele Gäste der Einladung des Helferkreises zum interkulturellen Sommerfest der Asylbewerber. Von 13 bis 17 Uhr kamen rund 70 Wolfratshauser Bürger und Flüchtlinge, um gemeinsam zu feiern.

Abdul Waheed Yarzada ist zusammen mit seiner Frau Mahjaban und deren Sohn aus Afghanistan in die Flößerstadt gekommen. „Wir sind seit fast drei Monaten hier“, erzählt er in fließendem Englisch, seine Deutschkenntnisse will er in einem Sprachkurs weiter ausbauen. „Die Menschen haben uns sehr herzlich empfangen und unterstützen uns in all unseren Belangen. Und wir geben unser Bestes, um uns anzupassen“, erzählt der Afghane.

Dass es viele hilfsbereite Menschen gibt, bestätigt auch Aveen Nasan, die mit ihrem Mann Raschid Ismail und ihrem Sohn Nouri zum Sommerfest gekommen ist. Vor 18 Monaten kamen sie aus der syrischen Stadt Aleppo nach Deutschland. Beide sprechen perfekt Deutsch und fühlen sich gut aufgenommen. „Das einzige Problem ist, dass Ausländer kaum Chancen auf einen Arbeitsplatz haben“, sagt der studierte Chemiker.

Organisiert hat das Fest wie berichtet Viola Leboane aus Botswana, die für Caritas-Mitarbeiter Ines Lobenstein eingesprungen war, weil die kurzfristig krank wurde. Den Stress, den die 26-Jährige mit der Planung hatte, merkt man ihr nicht an. „Mir hat das Ganze sehr viel Spaß gemacht, und ich bin froh, dass so viele Menschen bereit sind, zu helfen“, sagt Leboane. (mh)

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