„Nepomuk ist eine wahnsinnige Bereicherung für uns alle“, sagt Rektorin Eva-Maria Hörmann. Seit einem unterstützt der ausgebildete Therapiehund das Team der Praxisklasse an der Karl-Lederer-Hauptschule. Foto: Sabine Hermsdorf

Nepomuk tut Schülern gut

Geretsried - Mit einem freudigen Schwanzwedeln begrüßt Nepomuk jeden, der das Zimmer betritt. Der Mischling gehört seit einem Jahr zum Team der Praxisklasse an der Karl-Lederer-Hauptschule.

Ob Schüler, Lehrer oder Rektorin Eva-Maria Hörmann - keiner möchte den gutmütigen 44-Kilo-Kerl, der so viel Ruhe ausstrahlt, aber auch ein rechter Clown sein kann, mehr missen. Magister-Pädagogin Astrid Tabellion hat Nepomuk mit an die Schule gebracht. Sie leitet gemeinsam mit Rüdiger Rieß die Praxis-, kurz P-Klasse. In dieser 9. Klasse bekommen Schüler mit schlechten Noten die Chance, über Betriebspraktika eine Lehrstelle zu finden.

14 Mädchen und Buben haben in zwei Gruppen aufgeteilt abwechselnd Unterricht und arbeiten in Ausbildungsunternehmen mit. Es sind nicht die einfachsten Jugendlichen. Nepomuk tut ihnen gut. Der Sechsjährige ist ein ausgebildeter Therapiehund. Sein Frauchen darf sich nach mehreren Schulungen „Fachberaterin für tiergestützte Interaktion“ nennen. Vor der Karl-Lederer-Hauptschule hat sie mit Nepomuk in einem Kinderheim gearbeitet.

Schulhunde sind in Bayern noch nicht weit verbreitet, in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen dagegen schon. Voraussetzung für den Einsatz der so genannten hundgestützten Pädagogik ist die Zustimmung des Hausherrn - im Fall der Karl-Lederer-Hauptschule die Stadt, die Schulleitung, das Kollegium und der Hausmeister. Auch Bedenken von Eltern, etwa wegen einer Tierhaarallergie ihrer Kinder, müssen berücksichtigt werden. An der Karl-Lederer-Hauptschule hat man die Entscheidung nicht bereut. „Nepomuk ist eine wahnsinnige Bereicherung für uns alle“, sagt Rektorin Eva-Maria Hörmann.

Mehr dazu lesen Sie in der Samstagsausgabe des Geretsrieder Merkur/Isar-Loisachboten. (tal)

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