Der neue Harvester fällt, entastet und längt ab

- Wolfratshausen/Jachenau – Einen guten gebrauchten Schwachholz-Harvester mit einem Neuwert von rund 115 000 Euro hat sich die Waldbesitzer-VereinigungWolfratshausen (WBV) zugelegt. „Die Wälder werden stabilisiert, und gleichzeitig kann der Bauer damit Geld verdienen“, führte WBV-Vorsitzender Paul Kranz bei der Vorstellung des neuen Geräts im „Nikolai-Holz“ in der Jachenau aus.

von Ewald SCheitterer <P>Der Harvester fällt, entastet und längt ab &#8211; alles in einem Arbeitsgang. Revierförster Jörg König-Mandel erklärte: &#8222;Die Bestände zu pflegen, ist nicht nur aus Sicht des Forstes sehr lobenswert. Es ist für den privaten Waldbauern auch eine lohnende Investition für die Zukunft.&#8220; Waldbauer Josef Tiefenbrunner, in dessen Fichten-Buchen-Mischwald der Harvester der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, sagte: &#8222;In den vergangenen zehn Jahren hätte ich bei einer Durchforstung von derartigen Waldbeständen sicher draufgezahlt. Per Hand mit der Motorsäge ist das viel zu mühevoll und absolut unrentabel. Also lässt man es halt.&#8220; <P>Hierzu befand Robert Nörr, der fachliche Berater des Amts für Landwirtschaft und Forsten in Miesbach: &#8222;Wer die ersten Durchforstungen versäumt, hat in etwa 100 Jahren einen erheblichen Einnahmeausfall.&#8220; Kranz hatte noch ein anderes Argument: &#8222;Gegenüber den ständig heftiger werdenen Unwettern ist ungepflegte Wald wesentlich anfälliger.&#8220; Freilich hat der neu angeschaffte Harvester etwa nur ein Drittel der Leistung der großen Geräte, die von der Holzindustrie eingesetzt werden. Doch ist genau dies sein Vorteil, denn abgesehen von den Schäden, die durch den Einsatz der großen Maschinen zwangsläufig verursacht werden, ist er im Jungholz wesentlich kostengünstiger einsetzbar. <P>Auch die veränderte Marktlage macht ihn profitabel. &#8222;Die ständig steigenden Energiekosten bei Öl und Gas bringen eine zunehmende Nachfrage für Scheitholz, Hackschnitzel und Pellets&#8220;, sagte Korbinian Häsch, der Geschäftsführer der WBV Wolfratshausen. &#8222;Auch der Bedarf an Staketenholz steigt enorm.&#8220; Während bei Faserholz für die Papierfabriken der Erlös pro Raummeter derzeit bei etwa 24 Euro liegt, sind für Staketen 32 bis 34 Euro zu erzielen. <P>Im Augenblick können wir für den Waldbauern etwa 1500 bis 2000 Euro Ertrag pro Hektar Wald erzielen&#8220;, berichtete Häsch, da die Waldbesitzervereinigung die Vermarktung des Holzes übernimmt. Einen weiteren Vorteil sah König-Mandel: &#8222;Da bei der Durchforstung so gut wie nichts liegen bleibt, ist auch die Käfergefahr für den Wald wesentlich geringer.&#8220; <P>

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