Soll nicht in städtischen Besitz übergehen: Die CSU setzt in Sachen Kolpingplatz auf private Initiativen. Foto: archiv

Neue Idee für den Kolpingplatz

Wolfratshausen - Von der Idee, dass die Städtische Wohnungsbaugesellschaft die Häuser am Waldramer Kolpingplatz kauft, hält Manfred Fleischer nichts. Das sagte der CSU-Chef beim Stammtisch seiner Partei am Sonntag.

Das erste Ziel, den Kolpingplatz in Waldram in seiner jetzigen Form zu erhalten, habe die CSU erreicht, gemeinsam mit dem Historischen Verein Wolfratshausen und der Siedlergemeinschaft Waldram. Das betonte gestern der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Manfred Fleischer, beim Bürgerstammtisch im Gasthof Löwenbräu. Die eigentliche Arbeit aber beginne jetzt erst: „Der Bebauungsplan wurde auf den Weg gebracht. Die Art und Dichte der baulichen Nutzung muss verträglich sein. Darauf werden wir achten“, so Fleischer.

Beschäftigen werde sich der Stadtrat auch mit der Frage, ob die Gebäude mit den Hausnummern 1 und 3 von der Stadt gekauft werden sollen. Fleischer sprach sich unmissverständlich dagegen aus, plädierte jedoch dafür, dass ein noch zu gründender Verein als Träger und Besitzer antreten solle. „Die Stadt kann sich mit einem Investitionszuschuss mit bis zu 50 Prozent beteiligen.“

Allerdings ist diese Lösung auch innerhalb der CSU umstritten. So schlug der ehemalige Fraktionsvorsitzende Armin Drexl vor: „Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft kann als Käufer auftreten und die Sanierung übernehmen. Beispiele aus anderen Städten zeigen, dass das eine realistische und lukrative Alternative sein kann.“ Über die stadteigene Gesellschaft sei die Kommune in Besitz der Immobilie und könne sie an die Nutzer verpachten oder vermieten.

Mit ihm sei das nicht zu machen, so Fleischer. „Auch wenn sich eine Mehrheit der Fraktion dafür aussprechen sollte, ich werde dagegen stimmen“, kündete er bereits jetzt an und verwies auf den Schuldenstand der Stadt, der zurückgefahren werden solle. Es gebe keine Notwendigkeit, diese Frage jetzt schon zu entscheiden. „Der Historische Verein und die Siedlergemeinschaft Waldram können die weiteren Schritte ohne Zeitdruck beraten. Entscheidend war jetzt, dass die Gebäude erhalten werden sollen. Das Sanieren sollten wir Privaten überlassen. Die Erfahrung zeigt, dass es immer teurer wird und die Kosten davonlaufen, wenn die öffentliche Hand die Aufträge vergibt.“

(nie)

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