„Land unter“ - Gewitterfront rollt über Deutschland - Autofahrerin muss aus Geröllmassen gerettet werden

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Scherenschnitt auf der Landkreisgrenze: Das weißblaute Band durchschnitten (v. li.) gestern Mittag der Eurasburger Altbürgermeister Michael Bromberger, der Penzberger Altbürgermeister Hans Mummert, Regierungsdirektor Bernhard Wagner, der Eurasburger Bürgermeister Moritz Sappl, seine Penzberger Amtskollegin Elke Zehetner, Vize-Landrätin Regina Bartusch (Weilheim-Schongau), Vize-Landrat Thomas Holz (Bad Tölz-Wolfratshausen) und Abteilungsleiterin Christine Volkmer vom Staatlichen Bauamt.

Die Lücke ist geschlossen

Neuer Radweg zwischen Beuerberg und Penzberg

Beuerberg/Penzberg – Viele Radfahrer haben den neuen Loisach-Radweg zwischen Beuerberg und Penzberg schon getestet. Gestern wurde die über sechs Kilometer lange Strecke auch offiziell eingeweiht – genau auf der Landkreisgrenze. Damit wurde eine Radweg-Lücke zwischen Tirol und München geschlossen.

Bernhard Wagner gehört zu jenen Radfahrern, die den Weg schon getestet haben. „Er ist wunderbar, angenehm und abwechslungsreich“, erzählte er. „Fährt man nach Süden, wird man von den Bergen angesaugt, nach Norden rollt man beschwerdelos abwärts und hat Rückenwind“, fügte er schmunzelnd an. Wagner ist Regierungsdirektor der Regierung von Oberbayern und vertrat gestern Regierungspräsident Christoph Hillenbrand, als kurz vor Mittag das weiß-blaue Band durchschnitten wurde. Zur Einweihung hatten sich Vertreter der Stadt Penzberg, der Gemeinde Eurasburg und beider Landkreise eingefunden. Den Segen sprachen die Dekane Josef Kirchensteiner und Mario Friedl.

Am neuen Radweg wurde bis vor einer Woche gebaut. Verzögert hatten sich die Arbeiten, weil das Staatliche Bauamt nahe der Landkreisgrenze auch eine Brücke über der Staatsstraße erneuerte. Doch nun ist der Radweg fertig: 1,3 Kilometer auf Penzberger Seite, fünf Kilometer auf Beuerberger Seite. Über zwei Millionen Euro hat er gekostet, wovon der Freistaat den größten Batzen trägt. Der Penzberger Abschnitt kostet 845 000 Euro, woran sich der Freistaat mit 635 000 Euro beteiligt. Der Beuerberger Teil schlägt mit 1,4 Millionen Euro zu Buche, wovon der Freistaat 1,05 Millionen Euro übernimmt. Und wieso hat der Freistaat ihn nicht gleich selbst gebaut? Das hätte er auch getan, sagte Regierungsdirektor Wagner. Bis dahin hätte es aber noch eine Zeitlang gedauert. Nur weil die zwei Kommunen gemeinsam die Initiative ergriffen hätten, sei es so schnell gegangen.

Die Penzberger Bürgermeisterin Elke Zehetner („Ich bin froh über diesen Schulterschluss“) erzählte, dass auf Penzberger Seite der schwierige Untergrund problematisch gewesen sei. Zwei Brücken mussten gebaut und sieben Durchlässe verlängert werden, weswegen die relativ hohen Kosten im Vergleich mit der Beuerberger Seite entstanden. Der Eurasburger Bürgermeister Moritz Sappl sagte, dass die Baustelle auf seiner Seite nicht ganz so schwierig, aber doch auch anspruchsvoll gewesen sei. Dort führt der Radweg zum Teil über eine alte Bahntrasse. Sappl dankte allen, die mitgearbeitet hatten, die Strecke zu entwickeln, den Grundstückseigentümern, die Flächen zur Verfügung stellten, und den Bürgern, die den Radweg wollten. „Das macht Mut, dass man auch größere Projekte durchsetzen kann ohne Normenkontrollklage und Gerichtsverfahren.“

Testfahrer Bernhard Wagner ist sich sicher, dass künftig viele Radfahrer den neuen Weg nutzen werden: „Er wird so voll sein, dass wir jedem Tiroler Radfahrer dankbar sein werden, der den Weg zum Schwarzen Meer über das Inntal nimmt.“ Wolfgang Schörner

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