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Freuen sich über weitere Helfer: Claudia König-Heinle und ihr Mann Stephan Heinle, Gründer des Vereins Seniorenhilfe Oberland.

Neuer Verein in Geretsried

Seniorenhilfe Oberland will Menschen in Verbindung bringen

In Geretsried gibt es einen neuen Verein: die Seniorenhilfe Oberland. Gegründet hat ihn das Ehepaar Heinle. Der gemeinnützige Verein will es alten Menschen ermöglichen, mit der Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu wohnen.

Geretsried – „Wir haben gemerkt, dass es in der Gegend enormen Bedarf an Hilfskräften gibt“, sagt Claudia König-Heinle. Die Sozialpädagogin und Demenz-Helferin übernimmt die fachliche Leitung des Vereins. Vorsitzender ist ihr Mann Stephan Heinle. Die hauswirtschaftliche Leitung hat die Ökotrophologin Angelika Spöri aus Geretsried. Der Helferkreis besteht momentan aus zehn Ehrenamtlichen.

Die Chemie muss stimmen

„Wir versuchen für jede Anfrage genau die Unterstützung zu finden, die am besten passt“, erklärt König-Heinle. Damit das klappt, macht sie beim Erstgespräch einen Hausbesuch. „So lerne ich die Leute kennen und kann die richtige Betreuung vermitteln“, sagt die 50-Jährige. „Dass die Chemie stimmt, hat oberste Priorität.“ Ein zentraler Bestandteil des Vereinsangebots ist die Betreuung von Demenzkranken. Die Zahl dieser Krankheitsfälle werde in den nächsten Jahren massiv zunehmen. „Wir wollen den Menschen unter die Arme greifen, damit sie so lange wie möglich im gewohnten Umfeld leben können“, so König-Heinle.

Aber auch anderweitig pflegebedürftige Personen oder solche, die im Alltag Begleitung oder Unterstützung brauchen, können sich an die Seniorenhilfe Oberland wenden. Bei Pflegebedürftigen erfolgt die Abrechnung über die Pflegekasse. Die ehrenamtlichen Helfer bekommen eine Aufwandspauschale.

Eine Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren

Menschen miteinander in Verbindung zu bringen, ist das Ziel der neuen Organisation. „Das ist eine Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren“, sagt Vorsitzender Stephan Heinle. Egal, ob spielen, kochen, unterhalten oder einfach entlasten und da sein: Die Hilfsbedürftigen bekommen die Versorgung, die sie brauchen. Gleichzeitig gehen die Helfer – oft rüstige Senioren – einer sinnvollen Aufgabe nach und können Kontakte knüpfen. „Auf diese Weise sind schon richtige Freundschaften entstanden“, sagt der 51-Jährige.

Ziel ist ein großflächig verknüpftes Netzwerk

„In den nächsten zwei bis drei Jahren wollen wir ein großflächig verknüpftes Netzwerk aufbauen“, kündigt Stephan Heinle an. Vor allem in den umliegenden Orten sei die Nachfrage groß. Um ihr gerecht zu werden, ist die Seniorenhilfe auf der Suche nach weiteren Helfern. Nach neuer Gesetzgebung brauchen Ehrenamtliche, die in der Seniorenarbeit tätig sind, eine 40-stündige Schulung, die der Verein kostenlos übernimmt. Der Kurs vermittelt den korrekten Umgang mit pflegebedürftigen und demenzkranken Menschen sowie hauswirtschaftliche Inhalte wie Ernährung und Hygiene.

Info

Der Verein Seniorenhilfe Oberland lädt alle Interessierten für Mittwoch, 5. April, um 19.30 Uhr zu einem Info-Abend in die Seniorentagesstätte im TuS-Vereinsheim an der Jahnstraße ein. Infos gibt es auch im Internet unter www.seniorenhilfe-oberland.de.

Von Magdalena Höcherl

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