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Weil es keinen echten Schlüssel gibt, wechselte ein Bild den Besitzer (v.li.): Bürgermeister Michael Müller, Regierungsvizepräsidentin Andrea Degl, Peter Aumann (Hochbauamt Weilheim), Staatssekretär Gerhard Eck, Alfons Weinzierl (Landesfeuerwehrverband), Dr. Christian Schwarz (Leiter der Feuerwehrschule) und Landrat Josef Niedermaier.

Feuerwehrschule Geretsried

Neues Übungsgebäude: Weil es auf moderne Ausbildung ankommt

Die Feuerwehrschule Geretsried hat ein neues Übungsgebäude auf ihrem Gelände eingeweiht. Wie wichtig die gute Ausbildung der Feuerwehrkräfte ist, zeigte erst kürzlich der Busunfall auf der A 9.

Geretsried – Der altbewährte Schlüssel ist aus der Mode gekommen, die neue Fahrzeughalle der Feuerwehrschule aber ist topmodern. Da versteht es sich von selbst, dass Peter Aumann, Bereichsleiter Hochbau am Staatlichen Bauamt Weilheim, am Dienstag keinen echten Schlüssel überreichen konnte, sondern selbst von der „feierlichen Überreichung eines fiktiven Schlüssels“ sprach.

In den vergangenen Jahren sind zwei neue Gebäude auf dem Gelände der Feuerwehrschule Geretsried entstanden, die nun zur Ausbildung genutzt werden können. Die Fahrzeughalle mit Seminar- und Sozialgebäude wurde im Rahmen der Architektouren vorgestellt. Daneben steht künftig das Lagerhaus mit Rampe als Übungsobjekt bereit.

„Einen weiteren Meilenstein erreicht“

„Mit diesen beiden Neubaumaßnahmen haben wir einen weiteren Meilenstein erreicht“, sagte Aumann bei der Einweihungsfeier. Das sei aber erst der Anfang. Aktuell wird ein Wohn- und Geschäftshaus gebaut, in dem geübt werden kann. Außerdem ist ein Gasthaus mit Tankstelle in Planung. „Es stehen noch mehr Baumaßnahmen an, bei denen wir auf Ihre Unterstützung hoffen“, wendete sich Aumann an Staatssekretär Gerhard Eck.

Dieser lobte das Herzblut, das die Feuerwehrschule bei der Vorbereitung der Einweihungsfeier gezeigt hat – die Biertischgarnituren in der Fahrzeughalle waren mit weißen Tischdecken eingedeckt, dazu spielte die Band „A Handvoll Blech“ für die über 100 Gäste. „Das zeigt, dass das Investitionsvolumen in Höhe von fünf Millionen Euro für die Feuerwehrschule nicht selbstverständlich geworden ist“, so Eck.

Professionelle Hilfe für die Bevölkerung

Wie wichtig es ist, dass der Freistaat in die Ausbildung der Feuerwehrkräfte investiert, zeige der Busunfall auf der A 9 am Montag, sagte Eck. „Wir brauchen Blaulichtmitarbeiter, die wissen, wie sie vorgehen, wenn sie 18 tote Menschen bergen müssen“, so der Staatssekretär. „Das kostet Kraft, Energie, und es ist ein Wahnsinn, damit umzugehen.“

Das Unglück griffen auch Landrat Josef Niedermaier, Landesfeuerwehrverbandsvorsitzender Alfons Weinzierl und Feuerwehrschulleiter Dr. Christian Schwarz in ihren Ansprachen auf und hoben hervor, dass die Mehrzahl der Feuerwehrleute Einsätze und Ausbildung ehrenamtlich in ihrer Freizeit leisten, was viel Zeit koste. „Der Bürger kann davon ausgehen, dass er professionelle Hilfe bekommt, ob ehrenamtlich oder beruflich“, sagte Weinzierl. Bürgermeister Michael Müller brachte den Stolz der Stadt zum Ausdruck, dass sich eine von drei bayerischen und modernen Feuerwehrschulen in Geretsried befindet.

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