Für den Notfall: Säcke und Notstrom

- Wolfratshausen – Ein Hochwasser wie das im August 2005: Das kann es wieder geben, dann aber will die Stadt noch besser vorbereitet sein. Deshalb denkt man im Rathaus über eine eigene Sandsack-Abfüllanlage und den Kauf eines Notstromaggregats nach. Auch die Dämme sollen erhöht werden. Hier wartet man allerdings noch auf die Ergebnisse des Weilheimer Wasserwirtschaftsamts.

VON HELGA GANDLGRUBER <P>Bei dem Hochwasser vor einem Jahr sei die Sandsack-Abfüllanlage in Beuerberg die einzige in der Gegend und damit überlastet gewesen, sagt Bürgermeister Reiner Berchtold. Dem wolle man künftig mit einer zweiten Anlage in Wolfratshausen vorbauen. Weil die Loisachstadt eine Stützpunktfeuerwehr habe, passe das. Die Anlage könne auf dem Bauhof gelagert werden. Im Notfall könnte die Stadt auch die Gemeinden der Umgebung beliefern. In diesem Bereich seien Mittel vom Landkreis in Aussicht gestellt und ein Standort gesucht worden. Wolfratshausen wolle sich bewerben. Kosten solle die Anlage die Stadt nichts. &#8222;Wir übernehmen nur den Standort und den Betrieb.&#8220; <P>Zudem sei geplant, ein gebrauchtes mobiles Notstromaggregat zu kaufen. Eon sortiere manchmal Geräte dieser Art aus. Im Gespräch ist laut Bürgermeister Berchtold eine Kooperation mit dem Abwasserzweckverband (AZV). &#8222;Die Kläranlage war beim Hochwasser komplett ohne Strom, die hätten also auch Bedarf.&#8220; Man informiere sich jetzt bei Eon und gehe dann in die Verhandlungen mit dem AZV. Auch eine Zusammenarbeit mit Geretsried kann sich Berchtold in diesem Bereich vorstellen. <P>Am Ostufer der Loisach sollen zum Schutz vor Hochwasser die Dämme erhöht werden, vor allem im Bereich der Hammerschmiedschule und des Jugendhauses. Hier wartet die Stadt Wolfratshausen aber noch auf die Berechnungen des Wasserwirtschaftsamts, das derzeit in der Penzberger Gegend beschäftigt ist und sich Stück um Stück an Wolfratshausen heranarbeitet. Die Gelder seien seit Jahren im Haushalt eingeplant, erklärt Berchtold. Weil die Finanzlage aber nicht die beste sei, wolle man die Maßnahmen über mehrere Jahre strecken. <P>

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