Wolfgang Baumann Rechtsanwalt aus Würzburg

Im Notfall wird geklagt: Fachanwalt vertritt Wolfratshauser Interessen

Wolfratshausen - In Sachen S 7-Verlängerung formuliert Fachanwalt Wolfgang Baumann 75 Einwendungen. Zum Ziel genommen hat er sich eine Unterführung statt einer Schranke.

Wolfgang Baumann kennt sich aus. Seine Kanzlei hat gerade erst einen Ausbaustopp der A 3 bei Würzburg erwirkt, genau wie beim Bau des Großflughafens Berlin Brandenburg vor einigen Jahren. Auch beim Aus des Transrapid hatten die Experten aus Würzburg ihre Hände im Spiel. Am Dienstag kämpfte sich deren Chef und Gründer Wolfgang Baumann über die winterlichen Straßen von Unterfranken nach Wolfratshausen, um dort dem Stadtrat das Ergebnis seiner Arbeit für die Loisachstadt vorzustellen: 75 Einwendungen zur S 7-Verlängerung nach Geretsried, die der Stadtrat einstimmig an die Regierung von Oberbayern verwiesen hat. Baumann: „Damit haben wir unsere Arbeit gemacht. Jetzt ist die Gegenseite dran.“

Der 63-jährige Fachanwalt vertritt in Sachen S 7-Verlängerung die Wolfratshauser Interessen. Seine Kanzlei hat schon rund 60 Planfeststellungsverfahren betreut und hatte mehrfach mit der Bahn zu tun. Baumann betonte, dass es nicht darum gehe, die S 7-Verlängerung zu verhindern. Weil die derzeitige Planung mit der Schranke aber die kommunalen Interessen und die Planungshoheit der Stadt stark einschränke, habe man umfassende Einwendungen vorbringen müssen, um das Projekt gegebenenfalls auch auf dem Klageweg verhindern zu können. „Vorrangiges Ziel ist es allerdings, dass im weiteren Verfahren eine Unterführung der S-Bahn vorgesehen wird.“ Ein Schwerpunkt bei den Einwendungen ist die Schranke. Baumann hält eine Neubewertung des Bahnübergangs an der Sauerlacher Straße für nötig, da sich die Zahl der Züge und damit auch die der Schrankenschließungen deutlich erhöht. (fla)

Mehr dazu lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur.

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