Die Expertin Dr. Ilona Schreiber klärt über Risiken auf.

Unterschätzte Gefahr

Ohne ausreichenden Sonnenschutz besser nicht auf den Golfplatz

Bevor es auf das Green geht, sollten Golfspieler Sonnencreme auftragen und Kappen tragen.

"Golf ist ein Spiel", urteilte schon der britische Staatsmann Winston Churchill (1874 - 1965), "bei dem man einen zu kleinen Ball in ein viel zu kleines Loch schlagen muss, und das mit Geräten, die für diesen Zweck denkbar ungeeignet sind." Irgendwie scheint dies aber eine beliebte Herausforderung zu sein: Laut Angaben des Deutschen Golfverbandes gibt es in Deutschland mehr als 730 Golfplätze, auf denen sich rund 645.000 Spieler aneinander messen.

Höheres Risiko für hellen Hautkrebs

Doch der Traditionssport birgt Gefahren: "Viele Golfer gehen ohne ausreichenden Sonnenschutz auf das Green", warnt Hautärztin Dr. Ilona Schreiber vom Hautarztpraxiszentrum in Wolfratshausen. Die Expertin verweist auf eine aktuelle Statistik: "Golfer unterliegen einem 8,5-fach höherem Risiko, an hellem Hautkrebs zu erkranken als Nicht-Golfer." Grund dafür sind Sonnenbrände, die, hervorgerufen durch UV-B-Strahlen, in den oberen Hautbereich eindringen. Jahre später kann aus geschädigten Zellen Hautkrebs entstehen.

Jährliches Hautscreening

Unterschätzt wird auch die Schweißbildung. "Kleine Schweißtröpfchen wirken zusätzlich wie Brenngläser." Die Dermatologin empfiehlt daher, neben Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ein jährliches Hautscreening, eine Untersuchungsmethode, auf die sie sich im Besonderen spezialisiert hat. "So kann ein bösartiger Hauttumor bereits in einem frühen Stadium oder einer Vorstufe erkannt und umgehend darauf reagiert werden." Das Verfahren selbst ist schmerzlos. Um ein Muttermal von einem bösartigen Melanom unterscheiden zu können, verwendet die erfahrene Ärztin ein Dermatoskop, das wie ein Vergrößerungsglas funktioniert. Ähnlich arbeitet der Fotofinder: Mit ihm können Auffälligkeiten auf das Siebzigfache vergrößert werden. "Somit ist eine lückenlose Überwachung möglich und man kann bei Veränderungen sofort reagieren."

Spezialgebiet: Nevisense-Untersuchungsverfahren

Eine weitere Methode, auf die sich Dr. Ilona Schreiber spezialisiert hat, ist das Nevisense-Untersuchungsverfahren. Hier wird mit Hilfe einer stempelförmigen Elektrode und elektrischen Impulsen die Anordnung der in der Haut liegenden Zellen schmerzfrei untersucht, um so etwaige Unregelmäßigkeiten erkennen zu können. Zusätzlich entwickelt Dr. Ilona Schreiber individuelle und optimal auf den Patienten abgestimmte Präventionsprogramme.

Dass die Hautkrebsgefahr bei Golfern ein großes Thema ist, weiß auch die Geschäftsführung des Golfclubs München-Riedhof. "Sonnencreme  stellen wir unseren Mitgliedern und Gästen kostenfrei zur Verfügung", betont Kariem Baraka. Auch werden im Shop Kappen und Hüte verkauft. Das Tragen von Letzteren kann Dr. Ilona Schreiber nur befürworten. "Die UV-Strahlen treffen auf Kopf und Nasenrücken fast senkrecht auf", so die Fachärztin. "Eine Kappe mit Schild kann dies um bis zu 70 Prozent verringern."

Weitere Informationen zu Dr. Ilona Schreiber vom Hautarztpraxis-Zentrum unter www.hpz-wolfratshausen.de.

Hautarztpraxis Zentrum Wolfratshausen: Impressionen

Kontakt

Hautarztpraxis Zentrum Wolfratshausen
Dr. med. Ilona Schreiber
Obermarkt 17-19
82515 Wolfratshausen
Tel.: 081717173

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