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Ohne Druck kein fairer Milchpreis

- Degerndorf – Zum gemeinsamen Kampf um einen fairen Milchpreis hat Hans Voldenauer, Vorsitzender des Bunds Deutscher Milcherzeuger (BDM) Süd die Bäuerinnen nebst Anhang aus Münsing und Umgebung am Mittwochnachmittag im Café Kistler aufgerufen. Voldenauer stellte auf Einladung der Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Starnberger See die Ziele seiner Organisation vor. „Wir haben die Macht“, sagte er selbstbewusst. Um sie zu demonstrieren, sollten die Landwirte auch vor dem letzten Druckmittel nicht zurückschrecken: dem Boykott.

von Tanja Lühr <P>Rund 14 000 Mitstreiter zählt der BDM deutschlandweit. Von den 75 Milchviehhaltern der MEG Starnberger See unterstützen ihn laut deren Vorsitzendem Alois Graf etwa die Hälfte. Ziel des BDM sei es, &#8222;den Markt so zu steuern, dass wir unsere Betriebe mit dem Milchpreis nachhaltig sichern können&#8220;, wie Voldenauer erklärte. Konkret werden 40 Cent pro Kilogramm Milch gefordert. <P>Das Kilogramm Milch kostet gerade einmal 29 Cent <P>Der aktuelle Preis liegt bei zirka 29 Cent. Das sei zu wenig, um einen angemessenen Lebensstandard aufrecht zu erhalten, geschweige denn, um zu investieren. &#8222;Aldi hat die Kosten für einen neuen Laden in zwei Jahren wieder drinnen. Um einen neuen Stall abzuzahlen, braucht ein Bauer 25 Jahre&#8220;, nannte Voldenauer, selbst Landwirt, als Beispiel. Je mehr Unterstützung der BDM erhalte, desto stärker könne er gegenüber dem Einzelhandel auftreten &#8211; und notfalls mit Lieferstopps drohen. Denn, so der Referent: &#8222;Ohne diesen Vorschlaghammer wirst du nirgendwo ernst genommen.&#8220; Jede Maßnahme zur Preiserhöhung habe aber nur dann Sinn, wenn Angebot und Nachfrage übereinstimmten. Deshalb müsse die Milchquote in Deutschland herabgesetzt werden. Voldenauer warnte die Zuhörer davor, sich angesichts der in jüngster Zeit gestiegenen EU-Prämien in Sicherheit zu wiegen: &#8222;Wer glaubt, die Prämie bleibe stabil, ohne dass der Milchpreis sinkt, irrt.&#8220; Die EU plane sogar, ihn auf 22 Cent zu drücken. Mit bayerischen Lösungsansätzen werde man nichts erreichen. Der BDM baue daher auf ein europaweites Netzwerk. <P>Den Ausführungen Voldenauers stimmte der ebenfalls eingeladene Kreis-Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbands in Holzkirchen, Frank Filliung, &#8222;zu 80 Prozent&#8220; zu. Er lehnt Lieferstreiks aus rechtlichen Gründen allerdings strikt ab. Der BBV und die von ihm gegründete Bayern MEG setzten vielmehr auf die Zusammenarbeit mit der Politik. Außerdem versuche die MEG im Gegensatz zum BDM, Druck auf die Molkereien auszuüben. <P>Ob eine Mitgliedschaft bei beiden Organisationen sinnvoll ist, werden die Milchbauern der Erzeugergemeinschaft Starnberger See unter anderem bei ihrer Generalversammlung Mitte Februar entscheiden. K tal <P>

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