Kein Platz mehr: Unter der Woche reihen sich die Autos Stoßstange an Stoßstange entlang der alten Ladestraße der Bahn. Im Hintergrund ist die Rückseite des Schildes zu erkennen, das den Parkplatz vom Bahngelände drängt. Foto: sabine hermsdorf

Parken im roten Bereich

Wolfratshausen - Zu wenig Parkplätze, immer mehr Pendler: Die Freien Wähler im Landtag kritisieren die geringe Zahl der Park- & Ride-Plätze im Oberland.

Ihr Appell: Mit Blick auf die Erweiterung des Schienenangebots ab 2013 müsse man vorsorgen und mehr Parkmöglichkeiten schaffen. Aber ist das nicht viel zu spät? Ein Besuch am Wolfratshauser S-Bahnhof.

von frederik lang

Wolfratshausen - Ein ganz normaler Freitagvormittag: Die 40 Parkplätze direkt am Bahnhof sind belegt, auch am Floßkanal ist keine der über 100 Stellflächen mehr frei. Bleibt die alte Ladestraße der Bahn gegenüber dem Frühlingsgarten. Dort gibt es noch einmal rund 70 Parkplätze. Aber auch die reichen bei weitem nicht aus: Die Autos stehen sogar noch weit hinter dem Durchfahrt-Verboten-Schild, das die Stelle markiert, wo die offizielle Parkfläche endet und das Bahngelände beginnt. Ein Pendler, der an diesem Morgen schon ein bisschen spät dran ist, ärgert sich: „Wenn man nicht gleich um sechs Uhr in der Früh einen Parkplatz braucht, wird es schwierig.“

Braucht Wolfratshausen also eigentlich jetzt schon mehr P&R-Plätze? Florian Streibl, Landtagsabgeordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, will mit seinem Vorstoß vor allem wachrütteln. Er sagt: „Gerade vor dem Hintergrund der Angebotserweiterung ab 2013 ist im Zuge der Neuausschreibung der Bahnstrecken mit mehr Fahrgästen zu rechnen.“ Auch reine S-Bahnhöfe wie Wolfratshausen, die Anschluss an Umsteigestationen wie Solln oder den Harras haben, seien betroffen. Deshalb sollte frühzeitig ein Dialog mit den Verantwortlichen beginnen, um den Bahnpendlern optimale Ein- und Umsteigemöglichkeiten zu bieten. „Mehr Züge bedeuten mehr Fahrgäste - da muss auch das Umfeld der Bahnhöfe den gestiegenen Anforderungen angepasst werden.“ Das gelte auch für Behinderten- und Radlparkplätze. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft geht ebenfalls von einer deutlichen Steigerung der Fahrgastzahlen aus. Eine Prognose, wie stark Berufspendler dazu beitragen, wagt man aber nicht.

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