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Pin-up-Erfolgsstory auf bayerisch

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Über Facebook hat sie ihre Karriere begonnen
Über Facebook hat Regina Huber ihre Karriere begonnen. © GetPictures Fotografie

Wolfratshausen – Regina Huber alias „Kinky GinGin“ arbeitet als erfolgreiches 1950er-Jahre-Model.

„I empfind’ mi als urboarisch, a wenn i ned so ausschaug.“ Wenn die Wolfratshauserin Regina Huber alias Pin-up-Model „Kinky GinGin“ zu sprechen anfängt, müssen die meisten Leute schmunzeln. 179 Zentimeter, 63 Kilogramm, Maße 91 × 72 × 98, helle Haut, rot gefärbte, kinnlange Haare, grüne Augen, Piercings und Tattoos. So steht es auf ihrer Karteikarte der Mannheimer Agentur Funtastixx Models, bei der die 22-Jährige unter Vertrag ist.

Regina Huber trägt auch mal moderne Hosen, aber eigentlich sieht sie aus – auch privat –, als wäre sie „in der Zeit verrutscht“. Vor allem auf dem Land wird Huber, die auf einem Bauernhof in Beuerberg aufgewachsen ist, wegen ihres 1950er-Jahre-Stils oft komisch angeredet. „Aber dann red ich einfach blöd zurück, und wenn ich den Mund aufmache, lachen sowieso alle“, sagt sie. „Ich bin so wie ich bin und steh da voll dahinter.“ Es gibt aber auch positive Reaktionen: „Ältere Männer sprechen mich oft an, weil ich sie an ihre Jugend erinnere. Einmal war da ein Rentner, der mir gesagt hat, dass ich aussehe wie seine erste Freundin mit 18 Jahren. Dabei hatte er Tränen in den Augen.“

Regina Hubers Stil ist aus der Liebe zur Musik entstanden. „Bei meinem Opa lief früher immer Volksmusik und Johnny Cash. Damit hat es angefangen.“ Ihrem Großvater zu Ehren, der vor zwei Jahren starb, ziert ein Tattoo ihren Oberarm, das ihn mit 21 Jahren zeigt. Modeln will Huber eigentlich nur „so lange es mir Spaß macht“. Hauptberuflich absolviert die 22-Jährige eine Ausbildung als Friseurin im Wolfratshauser Salon Kotz.

(su)

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