Das Luftbild zeigt das Ickinger Wehr. Das Gelände, das „Isar-Allmende“ kaufen will, ist markiert. Foto: red

Pläne für ein ökologisches Vorzeigeprojekt

Egling - Ein neuer Verein will aus dem Bauhof am Ickinger Wehr ein ökologisches Vorzeigeprojekt machen. Sowohl der Eigentümer Eon als auch das Landratsamt halten sich noch bedeckt.

In dem vor einem Jahr gegründeten Verein „Isar-Allmende“ mit Sitz in München haben sich laut Sprecher Andreas Bock „rund 30 Menschen aus München und der Region zusammengefunden, die nicht nur von Ökologie reden, sondern ein konkretes Projekt umsetzen wollen“. Dies soll nach dem Willen des Vereins am Bauhof am Ickinger Wehr geschehen. „Ein beispielhaftes Projekt nachhaltiger Umwidmung“ schwebt den Machern von Isar-Allmende vor.

Als der Stromkonzern Eon das Objekt kürzlich mit einer Anzeige zum Verkauf anbot, biss „Isar-Allmende“ an. Bei 1,2 Millionen Euro lag die geforderte Kaufsumme angeblich. „Wir haben im Gegenzug unser Angebot, das ein bisschen darunter ist, auf den Tisch gelegt und ein Betriebskonzept erarbeitet“, erklärt Bock, der in Schönberg bei Egling eine Erwerbsimkerei betreibt.

Aber: Die Verhandlung gestalten sich schwierig. Zum einen wolle Eon kein Angebot unter 1,2 Millionen berücksichtigen. Zum anderen - und dies wiegt für Bock schwerwiegender - sei die Kommunikation mit dem Stromkonzern derzeit „etwas zäh“.

Christian Orschler, Pressesprecher von der Eon-Wasserkraft-Zentrale in Landshut, bestätigt nur, dass der Bauhof am Ickinger Wehr derzeit tatsächlich zum Verkauf steht. Der Verkaufsprozess sei noch nicht abgeschlossen, nähere Angaben aus Rücksicht auf die Verhandlungspartner derzeit nicht möglich. Immerhin: Die Veräußerung des Bauhofs und des Geländes kollidiert laut Orschler „nicht mit dem Kleinkraftwerk“, das Eon am Ickinger Wehr plant und für das bereits die Genehmigungsverfahren laufen. (red)

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