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Die Besten: Die Zehntklässler (v. li.) Sylvie Dauner (1,5), Noel Chojnacki (2,2), Stefan Hein (1,6) sowie die Neuntklässler Florian Graf (1,7), Simon Hofner (2,3) und Moritz Mayr (1,3) wurden für ihre schulischen Leistungen geehrt.

Mittelschule Waldram

„Plötzlich schafft man das Unmögliche“

Waldram - Der Countdown läuft: Zehn, neun, acht. Musik. Sieben, sechs, fünf. Die Tür der Turnhalle der Grund- und Mittelschule Waldram geht auf. Vier, drei, zwei, eins, Null.

Die Schüler der Klassen M9 und M10 marschieren ein und nehmen Platz. Heute erhalten sie ihre Abschlusszeugnisse, die sie nach wochenlangem Lernen und etlichen Prüfungen endlich mit nach Hause nehmen dürfen. Schülersprecherin Sylvie Dauner und Schülersprecher Korbinian Kühn eröffnen offiziell die Abschlussfeier, bevor die Ehrengäste an das Rednerpult treten.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner bezeichnet die Absolventen als „Champions des Tages“. „Oft neigen wir dazu, unser Leben am Gehalt oder an der Größe des Autos zu messen“, so der Rathauschef. Was aber wirklich zähle, seien Menschlichkeit, Freundschaft und das Ziel nicht aus den Augen zu lassen. „Da darf man auch mal Umwege gehen, Hauptsache, man erreicht es irgendwann.“

Münsings Bürgermeister Michael Grasl benutzt eine „Seeüberquerung“ als Metapher für den Lebenslauf: „Jeder hat seine eigene Art, das Wasser zu überqueren, aber alle haben das gleiche Ziel: am Ufer ankommen.“ Die eine oder andere Welle sei vor allem in der Schullaufbahn dabei. Was zähle, sei das Ankommen im sicheren Hafen. Eine besondere Überraschung bereiten die Schüler der zweiten Klassen der Grundschule mit ihren Kindernachrichten. Ein Zweitklässler bedankt sich in seiner Nachrichtenmeldung für die Hilfe bei den Hausaufgaben, eine andere Mitschülerin für den sportlichen Einsatz, ein anderer wiederum für das sonstige soziale Engagement der Neunt- und Zehntklässler. Anschließend singen die Kinder die umgedichtete Version von „Wer hat an der Uhr gedreht?“

Die Klassenlehrerinnen Sina Grötz (M9) und Tanja König (M10) sowie Direktor Josef Märkl haben ebenfalls Wünsche und Ratschläge für die Schüler parat. Die Damen raten ihnen, sich auch in der Zeit von Facebook echte Freunde zu suchen, die ihnen in Notfällen beistehen, sich Zeit zu nehmen für die anderen Menschen und interessiert zu bleiben. Märkl gibt den Absolventen nach seiner Diashow, die die Schullaufbahn der Jugendlichen mit witzigen Bildern untermalt, ein Zitat von Franz von Assisi mit auf den Weg: „Tue zuerst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.“

Dann wird es ernst. Zuerst holen sich die Absolventen der Klasse M9 ihr Ticket in die Freiheit ab, anschließend die Abschlussklasse M10. Zuvor sangen die Lehrer ihnen das irische Segenslied „Möge die Straße“. In den Abschiedsreden bedanken sich die Schüler noch einmal für die tolle Zeit an der Mittelschule. Das Fazit: „Wir hatten sehr viel Spaß und haben einiges für die Zukunft und das Leben gelernt.“ Den bestandenen Abschluss feiern alle gemeinsam bei einem Sektempfang.

Von Magdalena Halamek

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