Prima Klima an der Bahnhofstraße

Wolfratshausen - Baustellen nerven: Sie sind laut, und sie behindern den Verkehrsfluss. An der Bahnhofstraße gibt’s derzeit zwei davon. Die Geschäftsleute nehmen’s gelassen.

Wenn Bernhard Lamprecht in seinem Büro an der Bahnhofstraße aus dem Fenster schaut, bietet sich ihm ein recht trostloses Bild: Schutt und Geröll, wo einst ein Getränkemarkt stand. Der triste Ausblick stimmt den Bezirksleiter der Bausparkasse Schwäbisch Hall aber nicht missmutig. Im Gegenteil. Lamprecht freut sich, weil auf eben diesem Haufen Schutt und Geröll ein Mehrfamilienhaus mit elf Wohneinheiten errichtet wird. Bauherr ist die Wolfratshauser Firma HS Bauträger. „Wo Wohnungen sind, da sind auch Leute, die nach Finanzierungsmöglichkeiten suchen“, weiß der Bankkaufmann. Von diesem positiven Gedanken beflügelt, kann er den Geräuschpegel von Bagger, Bohrer und Co. locker verschmerzen - „Dann mach’ ich halt die Tür zu.“ Lamprecht glaubt, dass der Neubau eine Bereicherung für den Stadtkern wird. Den einen oder anderen Stau während der Bauphase nimmt er dafür gern in Kauf. Hauptsache, es geht wieder vorbei, was unweigerlich irgendwann der Fall sein wird.

Genauso entspannt sieht Immobilienfachwirt Bernhard Hoffmann die Sache. Logisch, er ist schließlich in dieser Branche zu Hause. Sein Arbeitsplatz, das Büro der Raiffeisen-Immobilien, befindet sich im selben Gebäude wie die Bausparkasse. Bis auf die Abrissarbeiten habe er noch nicht viel mitbekommen. „Die Tatsache, dass wir selbst Häuser bauen, lässt uns eventuelle Beeinträchtigungen wohl gelassener sehen“, vermutet er.

Ein Stück weiter oben ist Wolf Travel-Mitarbeiter Daniel Lipp fasziniert, wenn er sieht, was sich neben seinem Reisebüro im Neubau der Baugenossenschaft alles tut: Formart, eine Bauträgersparte der Firma Hochtief Construction, realisiert an der Ludwig-Thoma-Straße 36 Eigentumswohnungen, verteilt auf zwei Häuser mit gemeinsamer Tiefgarage. Geplant wird nachhaltig: ein effizientes Heizsystem und eine kontrollierte Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung gewährleisten eine umweltschonende und kostengünstige Energieversorgung.

Lipp strahlt: „Es ist sensationell - seit der Abbruch begonnen hat, werden es bei uns eher mehr als weniger Besucher.“ Wie er sich das erklärt? „Ich glaub’, die Leute sehen uns jetzt besser.“

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