Der Lausbub kehrt zurück: Hansi Kraus bei den Dreharbeiten zu „Seppi und Hias“. Foto: sh

"Privat war ich eh' ein Lausbub"

Beuerberg/München - In der Rolle des Ludwig Thoma wurde er in den 60er Jahren berühmt: Jetzt spielt Hansi Kraus bei der Neuverfilmung "Seppi und Hias" eine Vaterrolle.

Als die AZ 1964 einen Lausbuben für die längst überfällige Verfilmung von „Ludwig Thomas‘ Lausbubengeschichten“ suchte, wurde man beim Vorsprechen auf den zwölfjährigen Hansi Kraus aufmerksam. Fünf Jahre spielte das Jungtalent den Ludwig, der mal den Bart seines Lehrers abschnitt, mal der bösen Tante Mäuse ins Bett setzte oder den hochnäsigen, preußischen Geheimrat ärgerte. Dank Hansi Kraus erlangte die Figur Ludwig Thoma Kultstatus. Kraus mauserte sich in den 60er Jahren zum Lausbuben der Nation.

Für die Verfilmung von „Seppi und Hias. Bayerisch-türkische Lausbubengeschichten“ kehrt der Lausbub von damals in einer neuen Rolle an den damaligen Drehort Beuerberg zurück. Unsere Mitarbeiterin Claudia Rayling sprach mit dem Schauspieler.

-Herr Kraus, was bedeutet es Ihnen, nach gut 40 Jahren wieder eine Lausbubengeschichte in Beuerberg zu drehen?

Ich verbinde mit Beuerberg eine wunderschöne Zeit und freue mich jedes mal wieder aufs Filmemachen, obwohl das damals als kleiner Junge nicht so war. Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Drehtag in Beuerberg. Wir waren in einem Biergarten und ich sollte in sengender Hitze meinen Text abliefern, funktionieren wie ein Erwachsener. Ich dachte nur: Da geh’ ich lieber zur Schule, weil ich keine keine Lust mehr hatte, weiterzumachen. Bis Helmut Käutner (Regisseur, Anm.d.Red.) die anderen Darsteller anwies, mich mit einer gewissen laissez-faire-Haltung zu behandeln. Von da an war es ein Riesenspaß. Die Rolle war auf jeden Fall richtig besetzt; privat war ich eh’ schon ein Lausbub.

-Heute stehen Sie mit Ihrer Rolle aber auf der anderen Seite.

Klar, das ist heute eine ganz andere Rolle. Als Vater von Hias muss ich richtig ekelhaft zu meinem Sohn sein. Wobei ich die Rivalität zwischen den beiden nicht ganz nachvollziehen kann. Ich wäre zu meinem Sohn, beziehungsweise zu meiner Tochter, nie so ekelhaft gewesen. Schon gar nicht, wegen eines Fußballvereins.

Das vollständige Interview lesen Sie auf Seite 7 in der Dienstagausgabe des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur.

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