Protest gegen Mobilfunkmasten

- Eurasburg - Die geplante Installation eines Mobilfunkmastes in unmittelbarer Nähe zur Schule sowie zum Kindergartens in Eurasburg - dieses Vorhaben ist für Eltern und Schule "überhaupt nicht vertretbar". In einem Brief an die betroffenen Eltern sowie an die Gemeindeverwaltung macht die Schulleitung gemeinsam mit dem Elternbeirat darauf aufmerksam, dass der Standort der Mobilfunkstation "alles andere als günstig" gewählt sei. Die Unterschriftenaktion soll Bürgermeister Michael Bromberger außerdem als "Rückendeckung bei Verhandlungen mit den Verantwortlichen dienen".

Wie berichtet sucht die Firma Telekom schon seit geraumer Zeit einen Sendemast-Standort in Eurasburg. Erst sollte die Antenne auf einem Wohnhaus errichtet werden, das etwa 80 Meter von der Schule entfernt ist. Nun ist die Errichtung auf einem Stadel geplant, der zirka 200 Meter Distanz aufweist.

Eltern fürchten um Gesundheit ihrer Kinder

Für die betroffenen Eltern macht das aber keinen Unterschied: "Ob 80 oder 200 Meter, die Strahlenbelastung ist gleich groß", sagt dazu Schulleiter Harald Zelfel. Für die Eltern stehe natürlich in erster Linie die Gesundheit ihrer Kinder im Vordergrund. "Trotz der Erfordernisse unserer modernen Informationsgesellschaft nach permanenter Erreichbarkeit sollte es aber eine Selbstverständlichkeit sein, dass man die schädigenden Strahlenquellen so weit wie möglich von menschlichen Wohnstätten und gar von einer Schule aufstellt", so der Wortlaut des Briefes. Gemeinsam mit dem Elternbeirat plädiert Zelfel dafür, die Sendestation mindestens 500 Meter von Schule und Kindergarten weg zu verlegen.

Gemeinde hat nur wenig Einfluss

"Wir haben mit dem Eigentümer wie auch mit der Telekom bereits gesprochen. Beide sind inzwischen der Auffassung, dass der Standort nahe der Schule doch sehr sensibel ist", sagt Bromberger. Er gibt aber auch zu Bedenken, dass die neue Antenne genehmigungsfrei sei "und wir deshalb nur wenig Einfluss haben". Die Gemeinde hätte dem Mobilfunkbetreiber schon mehrmals den Standort Kläranlage angeboten. Das sei aber aus funktechnischen Gründen "nicht machbar" gewesen, so Bromberger. In der nächsten Gemeinderats-Sitzung am 14. Februar soll das Thema öffentlich diskutiert werden.

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