Quecksilber und kein Ende

Bad Tölz - Die Kosten für die Quecksilber-Sanierung der Tölzer Realschule steigen weiter. Inzwischen geht das Landratsamt von 175 000 Euro aus.

Dabei ist viel Hoffnung im Spiel, nämlich die, dass in der weiterhin hoch belasteten Bubentoilette der Schadstoffherd beseitigt ist, wenn eine Rohrleitung gasdicht versiegelt wird. Dies berichtete René Beysel vom Landratsamt gestern in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses, die in der Realschule Wolfratshausen stattfand.

In der inzwischen mit einem eigenen Schloss versehenen und abgesperrten Bubentoilette hatte der TÜV noch Ende Februar am Rohrende Werte von über 10 000 Nanogramm je Kubikmeter Luft gemessen. Die Ursache ist klar. Reinigungskräfte hatten mit quecksilberbelastetes Spülwasser in die Waschbecken entsorgt. In irgendwelchen Rohrwindungen - es geht um fünf Meter Ablauf - hält sich das hochgiftige Schwermetall offenbar hartnäckig, trotz diverser Versuche es herauszuspielen.

Selbst in anderen Bereichen dieses Raumes wurden - nach eingehendem Lüften - bei abgeklebten Rohrleitungen Werte um 400 Nanogramm gemessen. Der Vorsorge-Richtwert beträgt 350 Nanogramm. Beysel hofft, dass sich in dem Raum keine weiteren Quecksilber-Quellen befinden. Nach endgültigem Verschließen der Rohrleitungen soll darum noch einmal gemessen werden.

(job)

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