Renato Wittstadt Fraktionssprecher der Wolfratshauser SPD

SPD regt Bürgerbegehren an

Wolfratshausen - Dass das Archiv am Loisachufer erweitert wird, ist beschlossene Sache. Gekippt werden könnte die Stadtrats-Entscheidung einzig und allein durch ein Bürgerbegehren.

Das betonte SPD-Fraktionssprecher Renato Wittstadt am Mittwoch in der Ortsvereinsversammlung seiner Partei in der Flößerei. Einig war man sich darüber, dass an dem Beschluss nicht mehr gerüttelt werden sollte. „Darauf sollten wir keine Energie mehr verwenden, zumal sich die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat vermutlich bei einer erneuten Abstimmung auch nicht ändern würden“, sagte Wittstadt. Dem stimmte SPD-Kreisvorsitzende Gabriele Skiba zu. Sie warnte davor, „das Haar in der Suppe“ suchen zu wollen, um den Beschluss noch einmal zu kippen. „Man muss den Archivanbau jetzt akzeptieren und sich nicht nur ständig darüber ärgern“, so Skiba. Sie riet dazu, sich stattdessen künftig aktiv in die Gestaltung des westlichen Loisachufers einzuschalten und diesen Prozess „kreativ“ zu begleiten.

Dass weder die örtliche SPD noch der Historische Verein Wolfratshausen oder die Siedlungsgemeinschaft Waldram ein Bürgerbegehren anstoßen können, machten die jeweiligen Vertreter während der Ortsvereinsversammlung deutlich. Gleichzeitig betonten sie aber, einen solchen Vorstoß durchaus unterstützen zu wollen, sollten sich engagierte Bürger dafür finden. Fraktionssprecher Renato Wittstadt betonte, dass die Bürger jetzt dazu aufgerufen wären, aktiv zu werden. „Wenn die Bürger glauben, dass der Stadtratsbeschluss nicht die mehrheitliche Meinung der Wolfratshauser Bevölkerung widerspiegelt, dann können sie diesen Beschluss durch ein Bürgerbegehren auf die Probe stellen.“

(njd)

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