Schwein gehabt: Ludwig Kotter mit seiner Ehefrau Helga und einem seiner 500 Lieblingstiere. Foto: njd

Rekordejagd: Ein Herz für Schweine

Faistenberg - Ludwig Kotter hat im Laufe seines Lebens 500 Borstentiere gesammelt. Die Liebe zu den Schweinen kam berufsbedingt.

lein oder groß, sich im Dreck wälzend oder in der Badewanne sitzend, mit Schlips oder Hut: Ludwig Kotter (91), Altrektor der Ludwig-Maximilians-Universität München, hat sein halbes Leben lang Schweine gesammelt. Seine Frau Helga hat sie gezählt. Ergebnis: Es sind rund 500 Stück. Seit Kotter im Alter von 15 Jahren eine Lehre zum Metzger begann, hat er mit den Tieren zu tun gehabt. Sie blieben Teil seines Lebens, auch, als er nach einem Jura-, Philosophie- und Tiermedizin-Studium Vorstand des „Instituts für Hygiene und Technologie der Lebensmittel tierischen Ursprungs“ wurde.

Welches Schwein schließlich den Grundstein für seine Sammlung legte, weiß Kotter heute nicht mehr. Doch mit dem ein oder anderen verbinden der Professor und seine Frau eine ganz spezielle Geschichte. Der 91-Jährige rückt ein dunkelblaues Sparschwein mit platter Nase zurecht, und seine Frau erzählt: „Das habe ich am 11. September 2001 in Südtirol in einem Geschäft gekauft, als dort gerade die Meldung über den Anschlag auf das World Trade Center im Radio lief.“

Die 500 Exponate starke Sammlung wird eines Tages in gute Hände gegeben - nämlich an das Fleischermuseum Böblingen. Auch die in einem der Kellerräume der Kotters eingerichtete kleine Metzgerei mit Schlachtbank und diversen Messern kann dann dort besichtigt werden. (njd)

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