+
15 Bierkrüge hat Dietrich Tschichoflos vor 15 Jahren von seinem Vater geerbt. Heute umfasst die Sammlung des Achmühlers mehr als 1200 Stück. 

Rekordejagd: Der König der Krüge

Achmühle - Rekordejagd: Dietrich Tschichoflos hat 1278 Bierkrüge gesammelt - sein Hobbykeller wird langsam zu klein.

Die am weitesten gereisten Sammelstücke stammen vom Oktoberfest in Alaska und aus „O’Kims Brauhaus“ in Seoul/Südkorea. Das älteste Exponat trägt die Aufschrift „Münchner Weihnachten 1914“ und ist noch von Hand getöpfert. Der Großteil der 1278 Bierkrügerl, die sorgfältig in Holzregalen aufgereiht bei Dietrich Tschichoflos im Keller stehen, kommt allerdings aus Deutschland.

Brauereien von Niederbayern bis an die Nordseeküste hat der Achmühler in den vergangenen zehn Jahren abgeklappert. Vom rustikalen Humpen mit einem Bild von der „Königlich Bayerischen Isar-Floßfahrt“ bis hin zur friesisch-herben Kanne Pils von „Jever“ reicht seine stolze Sammlung. Die umfasst 0,25-Liter-Gefäße (daraus tranken früher die Schankkellner) und die in Bayern wohlbekannten Ein-Liter-Krüge.

Die Bibel des 62-jährigen Elektromechanikermeisters ist das Buch „1000 Biere aus aller Welt“. Darin hakt er ein Brauhaus, das er besucht hat, nach dem anderen systematisch ab. Die dort hergestellten Gersten- oder Weizenerzeugnisse lässt er sich natürlich vor Ort schmecken. In Niederbayern, so berichtet er, „gibt es sehr viele reine Weißbierbrauereien“, weshalb er angefangen habe, auch Weißbiergläser zu sammeln. Die größte Dichte an Brauerein herrsche in Oberfranken, am freundlichsten empfangen worden sei er kürzlich in Ahlen in Nordrhein-Westfalen. Je weiter der Oberbayer reist, desto öfter bekommt er seine Sammelobjekte geschenkt. „Die Leute freuen sich einfach über mein Interesse.“

Angefangen hat alles vor 15 Jahren mit einem guten Dutzend alter, reich verzierter, vom Vater geerbten Paulaner-Steinkrüge. Die wollte der Sohn schon fast verkaufen, hat es sich dann aber anders überlegt. „Sie waren schließlich eine der letzten Erinnerungen an meinen Vater“. Dietrich Tschichoflos stöberte auf Flohmärkten und bei Hausauflösungen nach weiteren Schätzen; Freunde brachten ihm Krüge als Geschenke mit; der Sohn der Nachbarn googelte für ihn im Internet seltene Exemplare. Bald wird der Hobbykeller zu klein sein für die kontinuierlich wachsende Sammlung. Tschichoflos: „Dann muss ich wohl mit meiner Frau über Erweiterungsmöglichkeiten im Haus verhandeln.“ (tal)

Auch interessant

Kommentare