"Riesenchance" für Landwirtschaft ?

- Biologe referiert über Gentechnik

"Entscheidend ist, dass Lebewesen nicht perfekt sind", sagte Gödel. Er verdeutlichte dies anhand zweier Ackerpflanzen, von denen die eine gentechnisch verändert und deutlich größer war. Er gab zu, dass der Anbau von genetischen Pflanzen auf dem freien Feld höchstwahrscheinlich Auswirkungen habe. "Die Diskussion um das Klonen ist dagegen aber ein Riesenschmarrn", räumte Gödel ein. Natürlich könne man jemanden wie Boris Becker klonen. Aber es sei nicht gesagt, ob dieser Mensch, der zwar genauso aussieht, auch Tennis spielen könne. Ein Mediziner in der Runde kritisierte die Gentechnik, weil hier in physiologische Prozesse eingegriffen werde. "Wenn sie einen Impfstoff verabreichen, greifen Sie auch irgendwie in die Evolution ein", konterte der Biologe. Auf die Frage, wem die grüne Gentechnik überhaupt nützt, antwortete Gödel kurz und knapp: "Ein paar großen Konzernen." Dennoch sehe er in der Gentechnik nicht nur einen Fluch, sondern auch eine große Herausforderung mit einem erheblichen Nutzwert. "Unser Klima verändert sich zusehends immer schneller. Ich muss mir also heute schon die Frage stellen, welchen Baum pflanze ich in 50 Jahren." Zudem würden im selben Zeitraum alle fossilen Brennstoffe aufgebraucht sein, meinte Gödel. "Die müssen durch natürlich gewachsene Stoffe ersetzt werden. Das könnte eine Riesenchance für die Landwirtschaft sein."rd<P>

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