Gebäude dürfen nicht „der Spitzhacke“ zum Opfer fallen

Wolfratshausen - Abreißen oder für die Nachwelt erhalten? Wenn es um die Zukunft des bedrohten Gebäude-Ensembles auf dem Kolpingplatz in Waldram geht, spricht sich die CSU Wolfratshausen klar für einen Erhalt aus.

Das betonte der Vorsitzende Manfred Fleischer beim monatlichen CSU-Stammtisch im Gasthaus Löwenbräu. Auch Vize-Bürgermeister Peter Plößl wies darauf hin, dass die Gebäude nicht „der Spitzhacke“ zum Opfer fallen dürften. „Die Häuser gehören zur Geschichte dieses Ortes und man sollte sie hegen und pflegen und sie auf keinen Fall der Planierraupe anvertrauen.“ In Wolfratshausen seien in der Vergangenheit schon viel zu viele erhaltenswerte historische Gebäude weggerissen worden, so Plößl. Hier sei häufig erst im Nachhinein über die Bedeutung der Bauten für Wolfratshausen diskutiert worden.

Dass die Erzdiözese mittlerweile nicht mehr für einen rigorosen Abriss ist, sondern sich offensichtlich ihrer historischen Verantwortung bewusst sei, begrüßte der Vize-Rathauschef. Er wünscht sich, dass in den Gebäuden auf dem Kolpingplatz eine Gedenkstätte eingerichtet wird - „falls möglich“. Fleischer freute sich ebenfalls über das positive Signal seitens der Kirche, das Gebäude-Ensemble nicht zwangsläufig dem Erdboden gleich machen zu wollen. Dass sich der Historische Verein in der Sache sehr engagiere und auch Bürgermeister Helmut Forster bereits mit Vertretern der Diözese gesprochen habe, befürwortete der CSU-Ortsvorsitzende ebenfalls. „Auch wir werden den Erhalt der Häuser unterstützen, weil Waldram das gut tun würde.“ Er hofft zudem, dass ein passendes Konzept für die Gebäude gefunden wird.

(njd)

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