Teilnehmer beim  Workshop im Kloster Beuerberg.
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Was der Mensch sät, das wird er auch ernten: Aus Blumen im Klostergarten Beuerberg gewannen die Workshop-Teilnehmer Samen.

„Wer Lust und Freude hat, ist jederzeit eingeladen sich zu bedienen“

Saatgut aus dem Beuerberger Klostergarten: Expertin gibt in Workshop interessante Tipps

Bei einem Saatgut-Workshop im Kloster Beuerberg erfuhren die Teilnehmer von Expertin Rosi Manhart allerhand Interessantes über Samen und Pflanzen. In eigenen hergestellten Tütchen durften die Blumenfreunde ihr Saatgut anschließend verpacken.

Beuerberg – Kaum vorstellbar, dass bei brütender Hitze Teilnehmer zum Saatgut-Workshop in den schattenlosen Klostergarten nach Beuerberg kommen. Doch Rosi Manhart aus Beuerberg, die sich seit fünf Jahren um die Blumenpracht im klösterlichen Anwesen kümmert, empfängt am vergangenen am Samstagnachmittag sechs eiserne Gartenfans.

Die Teilnehmer werden zunächst gebeten, sich im Klosterladen in die Namensliste einzutragen. Wer will, bekommt eine Kostprobe vom hauseigenen Kräuterschnaps „Benno“ und vom Löwenzahnlikör „Leo“ – quasi zum Vorglühen auf die Exkursion durchs Klosterbeet.

Unter Anleitung von Rosi Manhart (li.) verpacken die Kursteilnehmer die Samen in Tütchen.

Jungfer im Grünen, Akelei, Mohn, Lupinen und Bartnelken „schmeißen jetzt naturgemäß ab“, erklärt die Expertin, die einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Beuerberg führt. Vor dem Einsammeln der Samen müssen die Teilnehmer eigene Samentütchen herstellen. Im kühlen schattigen Schupfen an Tischen mit Abstandsregelung und Mundschutz ist das Hantieren mit der desinfizierten Schere, Kleber und Lineal eine Wohltat.

Aus den blühenden Blumen im Beuerberger Klostergarten gewannen die Kursteilnehmer verschiedene Samen.

„Ich bin mit meinem Sohn oft im Klostergarten“, sagt ein Kursteilnehmer aus Eurasburg. Er hole sich hier Saatgut und habe schon erstaunliche Ergebnisse erzielen können, schwärmt der junge Mann. Manhart bestätigt: „Wer Lust und Freude daran hat, ist eingeladen sich jederzeit zu bedienen.“

Zwei Münchnerinnen, die gemeinsam zum Kurs gekommen sind, erzählen, dass sie im vergangenen Jahr dreizehn Mal zu Besuch im Kloster waren. „Hier ist es einfach herrlich.“ Für die Damen ist das ein Ganztagsausflug mit Bus und Bahn. Erst kürzlich hätten sie am Perlensticken-Workshop teilgenommen. Deshalb sind die Frauen sehr versiert im Basteln. Bereits ein großes Sortiment an Samentütchen in verschiedenen Größen liegen bei ihnen am Tisch bereit.

Es ist Zeit, nach den Mohnkapseln und den Samenständen mit den winzigen Körnchen zu sehen. Hinterm Schupfen geht die Tour durchs Klosterbeet los. Der Lavendel sei für den Stadtbalkon nicht geeignet, erklärt Rosi Manhart, erste ausgebildete Gästeführerin des Programms „Gartenerlebnis Bayern“ im Landkreis. „Nehmen Sie sich lieber von der Kapuzinerkresse mit. Hier gibt es genug davon.“

Die Wicken blühen noch, dafür werfen die Bartnelken gerade ab, und die „Jungfrau im Grünen“ sei sowieso hervorragend geeignet, um sie im heimischen Garten zu vermehren. Die Expertin schüttelt die Samenbüschel übers Beet, wie der Pfarrer seinen Weihrauch schwenkt: „So bekommen Sie die schönste Blumenmischung im Beet.“

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