Sahara-Staub sorgt für seltenes Wetter-Schauspiel

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Der Himmel glänzte in braunroten Farben, nur am unmittelbaren Bergrand zeigte sich - durch den Fön bedingt - ein schmaler, hellblauer Streifen: Eine ungewöhnliches Wetter-Schauspiel mit Sahara-Sand in der Atmosphäre verbreitete am Samstag mystische Stimmung im Oberland. Ursache dafür war ein großes Tief über Spanien, das auf seiner Vorderseite eine extrem starke Südströmung produzierte, erklärt der Tölzer Meteorologe Hartmut Mühlbauer von der Firma "Meteos". "In diesem Fall waren die Wirbel der Strömung so stark, dass sie Luft bis aus der Sahara aufsogen", sagt Mühlbauer. Weil der Wind in großen Höhen sehr stürmisch war, wurde feiner Staub und Sand übers Mittelmeer und über die Alpen getragen. "Das passiert etwa zwei bis fünf Mal im Jahr", sagt der Wetterexperte. "Das so viel Staub und Sand in der Luft ist, dass der Himmel fast zu glühen scheint, kommt jedoch höchstens alle zehn Jahre vor." Das Foto machte unsere Leserin Ilse Götting in Ambach.

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