Schätze ins rechte Licht gerückt

- Holzhausen – In der Holzhauser Kirche Johannes der Täufer liegt seit einigen Wochen ein kleines Heft aus. Darin ist die Geschichte des Gotteshauses, die bis ins Jahr 818 zurückgeht, zusammengefasst. Auch zur Architektur und zur Innenausstattung finden sich Erklärungen und zahlreiche Fotos. Der örtliche Bildhauer Herbert Haberl hat den Führer im Auftrag des Pfarrgemeinderats in vielen Arbeitsstunden erstellt. Er hat die Chroniken von Holzhausen und Münsing studiert, beim erzbischöflichen Ordinariat nachgefragt und die wesentlichen Informationen in den Computer übertragen.

von tanja lühr <P>Rund 250 Aufnahmen von den drei Altären, den Heiligenfiguren, Wandfresken und Malereien hat Haberl gemacht. &#8222;Es sind keine Profi-Bilder geworden. Ich hatte gar nicht die Beleuchtungsmöglichkeiten&#8220;, sagt Haberl bescheiden. In Wahrheit sind die Fotos wunderschön. Sie zeugen vom Reichtum der 1420 im gotischen Stil errichteten und zwischen 1611 und 1746 zum Barock hin veränderten Kirche, die zuletzt 1996 renoviert wurde. Für die Schätze im Inneren haben sich in der Vergangenheit leider auch viele Plünderer interessiert, so dass die Türen von Johannes der Täufer jetzt nur noch während der Messen offen stehen. Zu diesen Zeiten kann der Besucher das Heft für 2,50 Euro kaufen. <P>Der Holzhauser Kirchberg birgt manches Geheimnis, soll doch dort eine heidnische Opferstätte bestanden haben. 818 wurde am selben Ort eine Holzkirche mit dem Namen St. Georg errichtet, die vermutlich die Ungarn zerstörten. Auf einer 1743 gemalten, noch erhaltenen Geschichtstafel steht, wie der Sage nach der Platz für den Bau der Kirche gefunden wurde: Vögel sollen ihn angezeigt haben und Ochsen sollen die ersten Steine den Hügel hinaufgezogen haben, ohne dass ein Mensch sie angetrieben hätte. <P>

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