Die Schafskälte fiel aus

- Wetterbericht für das Jahr 2003 aus Sicht der Imker

Geretsried - Die Wetterkapriolen der vergangenen zwölf Monate haben die Sammelerfolge der heimischen Bienen nicht beeinträchtigt - im Gegenteil: Für die Bienen war es ein ungewöhnliches Jahr mit guter Tracht und großem Honigsegen. Mit dieser Bilanz schlossen die Imker 2003 ab. Ein Höhepunkt der Jahresversammlung des Imkervereins Geretsried war der Bericht über das Bienenjahr.

Markus Gulde gab wieder einen umfassenden Überblick über das Wetter. 2003 war sehr trocken mit einer Gesamtniederschlagsmenge von nur 985 Litern. Trotz der heißen Monate Juni, Juli und August lag die durchschnittliche Temperatur sogar etwas niedriger als in den Jahren davor. Das lag vor allem an den kalten Monaten Januar, Februar und Oktober.

Der Wetterbericht aus Sicht der Imker in chronologischer Darstellung: Der Januar brachte an 15 Tagen eine geschlossene Schneedecke und war mit 94 Litern Niederschlag überdurchschnittlich nass. An zehn Tagen blieb das Thermometer auch tagsüber unter null Grad, an 24 Tagen gab es Nachtfrost. Bis auf eine Ausnahme herrschte im Februar jeden Tag Nachtfrost. Die Durchschnittstemperatur lag mit 3,7 Grad weit unter dem Durchschnitt.

Bis Mitte März hielten sich noch einige Schneereste, von da an schien die Sonne ganztägig und die Temperaturen kletterten. Für die Bienen war es ein günstiger Monat, denn es gab reichlich Pollen von Krokus, Leberblümchen, Buschwindröschen, Kornellkirsche und Weide. Im April wurde es nach einem Kaltlufteinbruch warm. An 19 Tagen konnten die Bienen fliegen. Ohne längere Schlechtwetterperiode zeigte sich der Mai. Die Eisheiligen verliefen ohne Nachtfrost. Es regnete öfter einmal, die Niederschläge fielen meist kurz, zum Teil aber heftig aus.

Im Juni zog der Hochsommer ein. An elf Tagen stieg das Thermometer über 30 Grad - Sonnenschein gab es an 20 Tagen, die berüchtigte Schafskälte fiel ganz aus. Mit 106 Litern Niederschlag war der Juni zu trocken und mit 21,6 Grad Durchschnittstemperatur viel zu warm. Trüb und regnerisch zeigten sich dagegen die ersten fünf Tage im Juli, danach kletterte das Barometer, so dass dieser Monat insgesamt als zu trocken und zu warm zu bewerten war. Im August lagen die Spitzenwerte lagen bei 35 Grad. Die Bienen konnten 26 Flugtage nutzen. Ein im Großen und Ganzen sonniger Monat war der September, der Oktober hingegen war viel zu kalt und etwas zu nass. Im November gab es an 15 Tagen Nachtfrost, im Dezember an 26 Tagen. wif

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