Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

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Private Wiederaufforstung: Weil das Landratsamt den Tempo 30-Schilderwald der Südlichen Seestraße in Ammerland entfernt hat, greifen Anwohner mit selbst gebastelteten Warnsignalen zur Selbsthilfe. Foto: sh

Den Schilderwald wieder aufforsten

Ammerland/Ambach - Seit es an der Seestraße zwischen Ammerland und Ambach keine Tempo-30-Schilder mehr gibt, wird dort nach Aussage der Anwohner „gerast“. Das Landratsamt denkt nun an ein Wiederaufstellen der Schilder.

Peter Maier wohnt direkt an der Südlichen Seestraße. Täglich geht er mit seinem Hund dort spazieren. Die Autos würden wegen der Enge der Straße haarscharf an den Fußgängern und Radfahrern vorbeirauschen, sagt Maier. Gerade für Kinder und Senioren sei es extrem gefährlich, von ihren Gartentüren aus auf die Fahrbahn zu treten. Auch Haus- und Wildtiere seien gefährdet. „Faktisch gilt ja jetzt 50 auf dem kleinen Sträßchen, außerhalb des Ortschilds sogar 100“, meint der Apotheker im Ruhestand kopfschüttelnd. Spreche er Autofahrer an, reagierten diese aggressiv und beleidigend - „und mit dem Verweis auf die erlaubten 50 Kilometer“.

Schon vor sechs Wochen hat sich Maier an das für den Abbau der 30er-Schilder zuständige Landratsamt gewandt. Jetzt endlich scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Zur Erinnerung: Der Landkreis hat 2011 die kreiseigene TÖL 2 saniert und neu asphaltiert. Kaum war die Straße im Frühling dieses Jahres fertig ausgebaut, montierte das Landratsamt sämtliche Tempo-30-Schilder zwischen Ammerland und Ambach ab. Begründung des zuständigen Mitarbeiters Georg Fischhaber: Die Regierung von Oberbayern habe die Landratsämter angewiesen, sukzessive den Schilderwald abzubauen. „Wir sind überbeschildert“, sagt Fischhaber. Die Menschen sollten sich wieder mehr an die allgemeine Straßenverkehrsordnung halten und „den Verhältnissen entsprechend“ Auto fahren. Auf der schmalen Seestraße könnten an manchen Stellen selbst 30 Stundenkilometer zu schnell sein. „Es ist die Aufgabe des Verkehrsteilnehmers, Gefahren rechtzeitig zu erkennen“, doziert der Sachgebietsleiter für Verkehr.

Der Münsinger Bürgermeister Michael Grasl hat nun Georg Fischhaber gebeten, die Sache nochmals zu überprüfen. Der Vorschlag der Gemeinde: eine maßvolle Tempo-30-Beschilderung zur Verdeutlichung und Erinnerung. „Darauf wird es wohl hinauslaufen“, meinte Fischhaber am Dienstag ein wenig resigniert im Gespräch mit unserer Zeitung.

(tal)

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