Alois Schuller findet nichts dabei,wenn Bäume gefällt werden.

Schuller verteidigt Baumfällungen

Wolfratshausen - Alois Schuller, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, kann die derzeitige Aufregung um die Baumfällungen nicht verstehen. "Das ist die reine Selbstverständlichkeit", sagt er.

Viele Bäume sind in den vergangenen Tagen und Wochen der Säge zum Opfer gefallen, und viele Menschen haben sich darüber ereifert. Einer gehört sicher nicht dazu: Alois Schuller, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands. „Deswegen so einen Aufstand zu machen, ist doch der Wahnsinn“, sagt er. Nach seiner Meinung war der Landkreis noch nie so stark bewaldet wie in diesen Tagen. „Das ist mein Gefühl.“ Als Beispiel dient ihm das Gut Mooseurach, das er bewirtschaftet. Er kennt historische Fotos des Guts aus den 20er Jahren, die auch auf der Homepage www.mooseurach.de zu finden sind. Dort sind bei den Luftaufnahmen weite Flächen leer. Das hat sich gründlich geändert. „Heute ist das alles voll mit Bäumen“, sagt er. „Da erschrickt man ja förmlich.“ Dass in Wäldern abgeholzt wird, ist für ihn nicht nur kein Skandal. Es ist die reine Selbstverständlichkeit. „Bäume werden eben alt und müssen irgendwann weg.“ Für die Bauern, die er vertritt, ist der Handel mit Holz außerdem ein Geschäftsfeld wie jedes andere auch: „Bäume werden gefällt und wachsen auch wieder nach. Was soll daran schlimm sein?“ (vu)

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