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Nach dem Amoklauf in München hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer Trauerbeflaggung an allen staatlichen Dienstgebäuden im Freistaat – wie hier vor dem Geretsrieder Rathaus – angeordnet.

Reaktionen auf den Amoklauf in München

Schweigeminuten und mahnende Worte

Bad Tölz-Wolfratshausen - Der Amoklauf in München war am Wochenende auch im Landkreis das beherrschende Thema. In Schweigeminuten gedachten die Menschen der Opfer.

Der Konzertabend „Uferlos“ der Wolfratshauser Musikschule begann am Samstagabend mit einer Schweigeminute. „Das gemeinsame Musizieren hat neben dem Erlernen von Instrumenten den Nebeneffekt, dass alle Schüler ungeachtet von Begabungen, Können, Alter und Herkunft gleichermaßen einbezogen und nicht ausgegrenzt werden“, sagte Musikschulleiter Manfred Heller. Dieses Zusammenwirken leiste letztlich einen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander.

Beim Sommerkonzert der Geretsrieder Musikschule mahnte Hannes Kirchhofer, Vorsitzender des Trägervereins der Musikschule, am Samstag: „Wir dürfen uns durch diese Ereignisse nicht aus der Bahn werfen lassen. Musik ist Ausdruck für Lebensfreude, und die sollten wir unseren Kindern auch in der Zukunft erhalten.“

Vom Amoklauf überschattet wurde auch das Freundschaftstreffen der Partnerstädte Geretsried und Chamalières am Samstag. Die Veranstaltung im großen Sitzungssaal des Rathauses begann mit einer Schweigeminute. Ursprünglich war sie für die Opfer der Terroranschläge von Paris und Nizza gedacht. Traurigerweise kamen ganz aktuell die Toten des Amoklaufs von München am Vorabend hinzu. Erst am Donnerstag hatte die Delegation aus Chamalières mit ihren Gastgebern die Residenz in der Landeshauptstadt besucht. „Die Franzosen waren geschockt wegen der Bluttat“, sagt die Geschäftsführerin des Partnerschaftsvereins und Organisatorin des Besuchs, Karin Schlich.

red

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