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Drinnen statt draußen: Das Sommerkonzert der Geretsrieder Musikschule fand wegen eines Gewitters in der Aula statt.

Sabrina Schwenger ist neue Geschäftsführerin der Musikschule Geretsried

Amtseinführung beim Sommerkonzert

Geretsried - Zum Abschluss des Schuljahres lud die Musikschule Geretsried zum Sommerkonzert ein - und verkündete eine wichtige Personalie.

Hätte das Wetter mitgespielt, hätte das traditionelle Sommerkonzert der Musikschule Geretsried im „Grünen Zimmer“ stattgefunden, sprich, draußen vor der Türe, rund ums Gebäude der Mittelschule an der Adalbert-Stifter-Straße. Wegen eines Gewitterschauers aber fand das dreistündige Abschlusskonzert in der Aula statt. Nicht weniger gemütlich, denn man saß im Halbkreis an liebevoll gedeckten Biertischen um die auftretenden jungen Künstler herum.

Trotz des schrecklichen Amoklaufs in München, mahnte Hannes Kirchhofer, Vorsitzender des Trägervereins der Musikschule, an: „Wir dürfen uns durch diese Ereignisse nicht aus der Bahn werfen lassen. Musik ist Ausdruck für Lebensfreude, und die sollten wir unseren Kindern auch in der Zukunft erhalten.“

Amtseinführung: Vereinschef Hannes Kirchhofer stellt die neue Geschäftsführerin Sabrina Schwenger vor.

Kirchhofer nutzte die Gelegenheit zwei Jubilarinnen zu ehren. Zum 50. Geburtstag gab es Blumen für die Zweite Vorsitzende Carmen Rieth und ein Dankeschön für ihr großes Engagement. Blumen gab es auch für Sabrina Schwenger. Auch sie feierte einen runden Vierziger, aber vor allem bekam sie die Orchidee für ihre erste offizielle Amtshandlung als neue kaufmännische Geschäftsführerin der Geretsrieder Musikschule.

Die studierte Betriebswirtin aus Wolfratshausen hat sich als Journalistin, Schauspielerin und Autorin der Loisachtaler Bauernbühne sowie als Mitglied des Vorstands des Flößervereins einen Namen gemacht. Seit 1. Juli wurde sie von der bisherigen Musikschulleiterin Vera Kraus in ihre neue Aufgabe eingearbeitet. Das Sommerkonzert war Sabrina Schwengers erste offizielle Aktion. „Ich freue mich auf viele weitere Aktionen dieser Art, denn ich habe ein großes Herz für Kinder und Kultur“, bedankte sich die zweifache Mutter.

Abschlusskonzerte sind familiär und nie langweilig, weil sich da permanent was rührt, ob auf der Bühne die Notenständer neu sortiert werden oder die Kinder im Publikum am Süßigkeiten-Buffet naschen. Sie sind nie perfekt und so schön kindlich inszeniert – von der Gitarrenmusik bis zum Blechbläser-Ständchen, vom Walzer bis zum Pop. Die Flötenschlümpfe eröffneten den Abend mit „kleinen Volksliedern“. Das Querflötenduo, das eigentlich ein Trio ist, spielte mit drei Flötistinnen von den eigentlich „Fantastischen Fünf“ einen Boogie Woogie namens „Schwipp-Schwapp“, und das Orchester „Stringplayers“ präsentierte Lieder aus Amerika, Schottland und Russland. Der Kinderchor mit Orchester spielte einen Auszug aus dem Musical „Sammy“ in Flossen und Taucherbrillen, und so ging es weiter mit Akkordeon- und Barock-Ensemble, mit Stadtkapelle und Streicherkreis. Ja, Musikschulkonzerte sind vielseitig, spannend und lebensfroh – und so soll es auch in Zukunft bleiben.

von Andrea Weber

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