"Sechs Millionen reichen nicht"

Geretsried - CSU-Fraktionssprecher Reeh will beim neuen Hallenbad keine böse Überraschung erleben. Mögliche Mehrkosten will er im Haushalt berücksichtigt wissen, so Reeh beim CSU-Stammtisch.

Von einem seriösen Haushalt hat Reeh andere Vorstellungen, als er im Entwurf vorgefunden hat. „Wir haben heuer keine großen Bauvorhaben, trotzdem ist es bis jetzt nicht gelungen, den Haushalt auszugleichen“, sagte er. „Ich werde bei den anstehenden Beratungen darauf drängen, dass nachgebessert wird.“ Außerdem sieht Reeh im Zahlenwerk des Kämmerers einige Unwägbarkeiten. Dazu gehöre der Neubau des Hallenbades. „Schon jetzt gehen Fachleute davon aus, dass die anvisierten sechs Millionen Euro angesichts des Umfangs nicht reichen werden“, führte der Wirtschaftsreferent aus. „Sie sprechen von bis zu acht Millionen Euro.“ Das müsse im Haushalt dargestellt werden. „Sonst erleben wir eine böse Überraschung und können möglicherweise nicht weitermachen, weil der Haushalt nicht mehr hergibt.“

Eine Möglichkeit, die Einnahmenseite zu verbessern und damit den Haushalt auszugleichen, sei der Verkauf von gewerblichen Grundstücken, meinte dazu Vize-Bürgermeister Gerhard Meinl. „Wir haben viele Anfragen, und mit dem Kauf der Flächen haben wir eine richtungsweisende Entscheidung zur weiteren Entwicklung der Stadt getroffen“, ergänzte er. Unverständlich und kontraproduktiv nannte er in diesem Zusammenhang den Vorschlag aus den Reihen der SPD, die Gewerbesteuer zu erhöhen. „Das führt nicht unbedingt zu mehr Einnahmen.“ Interessenten für eine Gewerbe-Ansiedlung könnten abgeschreckt werden. Es sei ein schlechtes Zeichen, vor den Verhandlungen und Verkauf der Flächen die Gewerbesteuer zu erhöhen, so Meinl. Der Vorteil von Geretsried sei es, Betrieben eine niedrigere Gewerbesteuer als andere Gemeinden bieten zu können. Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass nicht die gesamte Gewerbesteuer bei der Kommune bleibe. „Einen Anteil müssen wir abführen. Und was wir in den Teich reinschmeißen, frisst das Krokodil Staat auf. Wir haben nichts davon“, so Meinl. (nie)

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