Gemeinderat beschließt

Hallenbad: Münsing beteiligt sich an Betriebskosten

Münsing - Interkommunales Hallenbad: Münsing beteiligt sich an den Betriebskosten.

Einstimmig hat der Gemeinderat am Dienstag beschlossen, sich an den Betriebskosten für das geplante interkommunale Hallenbad in Geretsried in Form von gebuchten Schul-Schwimmstunden zu beteiligen. Auf die Gemeinde Münsing würden im Jahr zirka 5000 Euro an Nutzungsentgeld für ihre Grundschüler zukommen.

2012 hatte Münsing den Grundsatzbeschluss gefasst, den Hallenbadbau in Geretsried mitzufinanzieren. Damals ging man von einem Investitionskostenanteil von 46 450 Euro aus. Wie berichtet haben sich mittlerweile die Kosten für den Neubau aufgrund überarbeiteter Berechnungen und dank der großzügigen Förderung durch den Freistaat in Höhe von 4,2 Millionen Euro reduziert. Alle Kommunen müssen somit weniger zuzahlen. Für Münsing beträgt der Anteil nur noch knapp 22 000 Euro.

Für Bürgermeister Michael Grasl ist dies ein gutes Argument, die Geretsrieder nun auch verbindlich bei den Unterhaltskosten zu unterstützen. Damit die Stadt sich bei diesem Posten nicht übernimmt, fordert sie bekanntlich die Nordlandkreisgemeinden sowie den Kreis auf – er entscheidet am 30. Oktober –, dass sie jährlich im Voraus die für ihre Schulen benötigten Schwimmstunden buchen.

„Wir gehen von einem Bedarf von 48 Stunden für unsere acht Klassen aus“, erklärte Grasl. Da eine Stunde und eine Schwimmbahn nach der derzeitigen Kalkulation etwas über 50 Euro kosten sollen, und Münsing jeweils zwei Bahnen bräuchte, würde sich daraus eine Summe von jährlich rund 5000 Euro ergeben. Die Frage sei allerdings, ob wirklich alle Klassen der Inklusionsschule das Schwimmangebot nutzen können. Ungeachtet dessen sprach sich Grasl dafür aus, der Zweckvereinbarung im Interesse der vielen Rettungskräfte am Starnberger See zuzustimmen: „Wir haben mit den Wasserwachten Wolfratshausen und Ammerland sowie mit der DLRG die meisten Rettungsorganisationen am See. Sie müssen die Möglichkeit zum Trainieren haben.“

Gemeinderätin Ursula Scriba pflichtete dem Rathauschef uneingeschränkt bei: „Wir als See- und Tourismusgemeinde sollten den Bau des Bads auf jeden Fall unterstützen.“ Es gehe nicht nur um das Schwimm- und Tauchtraining. Bewegung im Wasser sei für Menschen jeden Alters gesund. Christine Mair bat überdies darum, dass die Gemeinde die Schule bestärke, den Kindern das Schwimmen beizubringen. Es sei wichtig für ihre Sicherheit. (tal)

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolfoto)

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