Geschafft: Jörn von Grabe hat am Samstag den Starnberger See am schnellsten überquert. Die 4,2 Kilometer lange Strecke zwischen Tutzing und Ammerland bewältigte er mit 55:41 Minuten in Rekordzeit. Foto: hans lippert

Seeüberquerung unter besten Bedingungen

Ammerland - Die Bedingungen für die 151 Teilnehmer, die am Samstag zur Ammerlander Seeüberquerung starteten waren traumhaft. Leichter Westwind und kaum Wellengang.

Ursprünglich war die Seeüberquerung nur für Hobbysportler gedacht. Jeder, der den Starnberger See gerne einmal an seiner breitesten Stelle zwischen Tutzing und Ammerland durchschwimmen wollte, sich das aber nicht alleine traute, sollte dazu mit Hilfe der Ammerlander Wasserwacht Gelegenheit bekommen. Heute reisen die Schwimmer so wie Tim Goddard vom Triathlon Club Exeter bis aus England zu der beliebten Veranstaltung an, die am Samstagvormittag zum sechsten Mal stattfand.

Die Bedingungen für die 151 Teilnehmer, die am Tutzinger Südbad starteten, waren optimal. Erst auf den letzten paar hundert Metern der insgesamt 4,2 Kilometer langen Strecke wurde der See etwas unruhiger. „Die letzten 20 Minuten waren hart“, sagt Jörn von Grabe. Man sieht es dem Gewinner, der nach der Rekordzeit von 55:41 Minuten an der Wasserwachtstation über einen grünen, rutschsicheren Teppich aus den Fluten steigt, nicht an. Der 40-jährige Münchner rollt das Oberteil seines Neoprenanzugs herunter. Ein Wasserwacht-Mitglied überreicht ihm eine Medaille mit der Aufschrift „Seeüberquerung 2012 - G’schafft!“

Geschafft ist Jörn von Grabe nicht, nur ein wenig außer Atem. Sofort steht er für ein Siegerfoto plus Interview bereit. Biathlet sei er gewesen, verrät der Ingenieur für Holzbau. Zwei- bis dreimal die Woche gehe er zum Schwimmtraining. Bei der Ammerlander Seeüberquerung habe er zum ersten Mal mitgemacht.

(tal)

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