Selbstvertrauen macht schnell

- Bertenbreiter Bayerns Beste über 60 Meter - Wölfe-Athleten stark

VON GABRIELE MAYER Fürth/Wolfratshausen - Als Favoritin des 60-Meter-Sprints war Franziska Bertenbreiter vom TSV Wolfratshausen bei den Bayerischen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Fürth angetreten. Dieser Rolle wurde sie gerecht. Bereits nach den Vor- und Zwischenläufen war klar, dass ihr niemand richtig gefährlich werden kann. Und so war es im Finale: Bertenbreiter holte sich souverän den Titel.<P>Dass sie im Endlauf ihre persönliche Bestzeit erneut um weitere zwei Hundertstel auf 7,47 Sekunden verbessert und damit einen deutlichen Vorsprung vor der Zweitplatzierten Anja Wurm (LAC Quelle Fürth/München/Würzburg, 7,53) herausgelaufen hatte, erstaunte nicht nur ihren Trainer Sepp Forster, sondern auch sie selbst. Sie sei halt "viel selbstbewusster geworden", erklärte die 23-jährige Studentin ihre immense Steigerung von 23 Hundertstel gegenüber dem Vorjahr.<P>Als Franziska Bertenbreiter wusste, dass sie es geschafft hatte, war die Spannung allerdings vollkommen weg. Deshalb ließ sie 200 Meter sausen, über die sie eigentlich auch hatte starten wollen. "Wir haben beschlossen, dass sie auf ihren Einsatz verzichten wird, da die Verletzungsgefahr zu groß geworden wäre", erklärte Forster den freiwilligen Rückzug seines Schützlings.<P>Im Schatten Bertenbreiters zeigten auch ihre Klubkolleginnen tolle Leistungen. Claudia Maurer erreichte mit einem schnellen Zwischenlauf von 7,79 Sekunden ebenfalls das Finale. Dort bestätigte sie als Fünfte ihre derzeit starke Form mit der Zeit von 7,80 Sekunden, die ihr gleichzeitig die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft bescherte.<P>Die dritte Wölfe-Athletin, Christine Scheidl, die im Feld der weiblichen Jugend B gestartet war, musste noch ein wenig ihrer Unerfahrenheit Tribut zollen. Im Vorlauf über die 60 Meter war die 15-Jährige mit der persönlichen Bestzeit von 8,06 Sekunden die Schnellste aller sechs Vorläufe. Diese Zeit hätte ihr eigentlich Selbstvertrauen schenken sollen, doch gestand sie selbst ein, "dass es mir daran noch etwas fehlt". Im dritten Zwischenlauf wurde Scheidl folglich mit 8,13 Sekunden gestoppt. Damit verfehlte sie ganz knapp den Endlauf. Ärgerlich, wie Trainer Forster, fand, "denn mit ihrer Vorlaufzeit wäre Christine im Finale auf dem sechsten Platz gelandet".<P></P>

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