Skateranlage: Kosten verdoppeln sich

- Wolfratshausen – Eine schlechte Nachricht für die Stadt, eine für die Jugend: Die neue Skateranlage wird wohl fast doppelt so teuer wie geplant, außerdem wird sie erst im Frühling fertig sein. Der für vergangenen Herbst angepeilte Baubeginn musste verschoben werden, weil die Verhandlungen mit der Stadt Geretsried, der die Fläche in Waldram gehört, und einem Pächter länger dauerten. Nun soll es losgehen, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist.

VON HELGA GANDLGRUBER <P>Rund 30 000 Euro waren für den Bau vorgesehen &#8211; damals aber noch für einen anderen Standort: eine Fläche am Bahnhof nahe Weidach, schon befestigt, teilweise bereits mit Lärmschutz. Doch nach Protesten von Anwohnern entschied sich die Verwaltung für ein Grundstück in Waldram an der B 11. Dieser &#8222;Umzug&#8220; hat zur Verdoppelung der Kosten geführt. Denn die jetzige Wiese muss auf einer Fläche von 25 mal 30 Metern für die Entwässerungssysteme ausgehoben und befestigt werden. Insgesamt wird nun mit Kosten von 55 000 Euro gerechnet, die der Stadtrat bereits bewilligt hat. Der Auftrag ist schon vergeben. <P>Zu Verzögerungen geführt haben die Verhandlungen mit der Stadt Geretsried. Diese hat die Wiese unterverpachtet an einen Landwirt, der erst von seinem noch laufenden Vertrag zurücktreten musste. Dann wurde mit den Nachbarn über die Pachtzeit nachverhandelt. Nun hat man sich auf zehn Jahre geeinigt. <P>Rathauschef Reiner Berchtold sieht im neuen Standort in Waldram nur Vorteile. &#8222;Dort können die Geräte stehen bleiben, zwei werden im Boden verankert. Auf dem Volksfestplatz musste wegen Veranstaltungen oft ab- und wieder aufgebaut werden.&#8220; Das habe im Budget des Bauhofs einige Kosten verursacht. Zudem bekomme man an diesem Standort sicher keine Probleme mit Lärm. <P>Wegen Supermärkten mussten Rollensportler weichen <P>Fertig soll die Anlage im Frühjahr/-sommer sein &#8211; ein Jahr nach Schließung der alten. Bis dahin werden die Geräte überholt. Um den Platz wie die Benutzer wird sich das Team der Mobilen Jugendarbeit kümmern. <P>Die alte Skateranlage auf dem Volksfestplatz wurde im Mai 2005 aufgelöst, weil der Platz verpachtet wurde: an Minimal und Aldi. Dass die Rollensportler einen Parcours an einem anderen Standort bekommen sollen, war schnell klar. &#8222;Schließlich haben wir durch die Verpachtung Einnahmen, von denen eine neue Anlage bezahlt werden kann&#8220;, erklärt Bürgermeister Berchtold. Zudem wolle man das Ausweichen auf öffentliche Plätze vermeiden &#8211; &#8222;das ist unnötiger Ärger&#8220;. <P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Werbekreischefin Ingrid Schnaller tritt ab
Werbekreischefin Ingrid Schnaller möchte ihr Amt bei der Einzelhändlervereinigung niederlegen. Bis zur Wahl des neuen Verbandschefs Anfang des kommenden Jahres möchte …
Werbekreischefin Ingrid Schnaller tritt ab
Eurasburger hadert mit Google: Das sagt die Staatsregierung
Nachdem ihn nach eigenen Angaben ein Google-Fahrzeug angefahren hat, wollte der Eurasburger Landtagsabgeordnete Hans Urban (Grüne) Antworten von der Staatsregierung. Die …
Eurasburger hadert mit Google: Das sagt die Staatsregierung
Kommunalwahl 2020: Kreis-ÖDP meldet sich zurück
Ein Mitgliederzuwachs beim ÖDP-Kreisverband macht eine Aufstellung von 50 Kreistagskandidaten möglich. Angeführt wird die Liste von Manuel Tessun aus Egling.
Kommunalwahl 2020: Kreis-ÖDP meldet sich zurück
ESC: Zwei Shorthander in einer Minute
Bayernligist Geretsried macht es beim 6:4-Heimsieg gegen Schweinfurt nach einem starken Mitteldrittel im Schlussabschnitt unnötig spannend. 
ESC: Zwei Shorthander in einer Minute

Kommentare