Soziale Arbeit beim Bayernspiel

- Schülerfirma: Mit Behinderten aktiv sein

VON JASMIN MAHADEVAN Geretsried - Ein Zukunftsprojekt wird Wirklichkeit: Am 1. April soll die Schülerfirma "Freizeit aktiv und sozial" ihren Betrieb aufnehmen. In dem Verein, den die Lebenshilfe initiiert hat (wir berichteten), begleiten Jugendliche junge Behinderte in ihrer Freizeit. "Zur Disco, zum Sport, zum Wandern", nennt Lebenshilfe-Geschäftsführerin Margot Kainz als Beispiele. Das nötige Startkapital hatte ein Benefiz-Fußballturnier im Juni 2003 beschafft. Nun werden Freiwillige gesucht.

"Alles ist vorbereitet", bestätigt Kainz. Zunächst war November 2003 als Starttermin ausgegeben worden - dass es nun ein halbes Jahr länger gedauert hat, wertet die Geschäftsführerin nicht als Rückschlag. "Wir waren in der Zwischenzeit nicht untätig", stellt sie klar. Die Formalitäten der Vereinsgründung habe man bewältigt, außerdem liegen nun die Werbemittel fertig auf dem Tisch. "Was fehlt, sind die Jugendlichen."

Um die warb der Geretsrieder Förderstättenleiter Thomas Gania erstmalig am Freitag im Geltinger Hinterhalt vor einem Konzert von "The Neighbours": Auf jedem Tisch lagen die bunten Postkarten, mit denen Gania den Jugendlichen ein paar Schnuppertage bei der Lebenshilfe ans Herz legt. "Ich bin zuversichtlich, dass ich so die Zielgruppe erreiche." Damit die Jugendlichen keine Berührungsängste haben, hatte der Förderstättenleiter einen Teil seiner Schützlinge gleich mitgebracht. Doch das war laut Gania nur der Auftakt: Auch in Schulen will er das Projekt vorstellen.

Bis 27. Februar sollen so zehn Jugendliche für die Schülerfirma begeistert werden. Dann nämlich startet die Ausbildung, die für eine Begleitung junger Behinderter notwendig ist. An zwei Terminen (27./28. Februar und 12./13. März) lernen die Jugendlichen laut Kainz etwa den richtigen Umgang mit dem Rollstuhl und erwerben die notwendigen Kenntnisse in Erster Hilfe, Teamarbeit und Kommunikation. Als Abschluss gibt es ein Zertifikat der "Lernenden Region Tölzer Land", dass hilfreich für ein späteres Studium oder einen zukünftigen sozialen Beruf sein kann.

Laut Margot Kainz geht es für Freiwillige nicht darum, Behinderte fachgerecht zu betreuen, sondern zu begleiten, "etwa im Lebenshilfebus zum Bayernspiel". Aus rechtlichen Gründen sollten die Jugendlichen volljährig sein, "aber zu zweit können auch 16-Jährige mitmachen". Infos gibt es bei Thomas Gania unter Telefon 0 81 71/91 98 20 oder per E-Mail an thomas.ganialhtoelz.de

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