Ein neuer Fußballplatz für die Jugend des FC Weidach: Der kleinste Sportverein in Wolfratshausen möchte von der Stadt genauso behandelt werden wie die großen Sportvereine. Zur Aufrechterhaltung des Übungsbetriebs benötigen die Weidacher eine zusätzlich Spielfläche. Das Geld soll über Sponsoren erwirtschaftet werden. Foto: detlef Hermann

Sponsoren für den neuen Sportplatz

Wolfratshausen - Der FC Weidach fühlt sich benachteiligt. Die Sportler wünschen sich einen neuen Jugendsportplatz, den die Stadt derzeit nicht finanzieren kann. Jetzt versucht der Verein, sich selbst zu helfen.

Die Wirtschaftskrise macht auch vor dem kleinsten Wolfratshauser Fußballverein nicht Halt. Die 360 Mitglieder des 1. FC Weidach, aufgeteilt auf drei Senioren- und acht Jugendmannschaften, tummeln sich seit Jahren auf einem einzigen Sportplatz an der Loisach. Im Sommer fasste der Vorstand um Stefan Meyer den Beschluss, einen neuen Jugendsportplatz anzulegen, die Zufahrtsstraße neu zu gestalten und die chaotische Parkplatzsituation zu lösen.

Doch in der Stadtratssitzung im Oktober wurde der Bauantrag mit Kosten von 48 000 Euro abgelehnt, mit dem Hinweis auf die äußerst angespannte Finanzlage. Auch der Versuch von Stadtratsmitglied Heinz Bröker und Sportreferent Max Auer (beide Bürgervereinigung) auf eine Teilverlagerung des Trainingsbetriebes in das Isar-Loisach-Stadion scheiterte am Veto der Betreibergesellschaft BCF/TSV. Diese Ungleichbehandlung kritisiert Vorsitzender Stefan Meyer: „Es herrscht seitens des FC Weidach ein gewisses Unverständnis, dass im Isar-Loisach-Stadion vier Fußballplätze sowie ein weiterer am Kanal, die im Besitz der Stadt sind, ausschließlich vom BCF und TSV genutzt werden.“ Die Weidacher Bürger seien genauso Steuerzahler wie der Rest von Wolfratshausen, und es könne nicht sein, „dass die Betreibergesellschaft bezuschusst wird und Weidach leer ausgeht“. (dh)

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