Sportliche Gaudi um den Krautlöffel

- Faschingsrennen über 1823,66 Meter durch die Stadt

Wolfratshausen - Eine besondere Gaudi haben sich der TSV Wolfratshausen, die Stadtverwaltung, Martin Hartwanger vom "Extrafit" und Stefan Högl für den Faschingsdienstag, 24. Februar, einfallen lassen: den 1. Wolfratshauser "Graudleffe Cup". "Mannschaften aus mindestens zwei Leuten laufen eine Strecke zwischen Stadtarchiv und Alter Floßlände und wieder zurück", sagt Högl, Inhaber des Rathauscafés.

Krapfen und Sauerkraut warten als Prüfungen

Die Mannschaftsmitglieder sollten auf möglichst originelle Weise miteinander verbunden sein. Högl hat schon Ideen: "Mitglieder des Stadtrats könnten in einem Boot laufen." Die offiziellen Spielregeln sehen eine "halbsteife oder starre Verbindung" vor, "die unter der Berücksichtigung der Verletzungsfreiheit anzufertigen ist". Von Dachlatten bis Pappkartons, Farbschnüren bis Stoffzelt ist also alles erlaubt. Auf der genau 1823,66 Meter langen Strecke haben die Mannschaften Prüfungen zuabsolvieren: "Sie müssen Rotwein und Bier trinken und Krapfen und Sauerkraut essen", sagt Högl. Während der eine isst oder trinkt, dürfen die anderen nicht weiter.

Bestenfalls wird das Fortkommen der Teams durch originelle, selbstgebastelte Kostüme erschwert. Daher zählt laut Stefan Högl auch die B-Note. Die Regeln hierzu lesen sich wie folgt: Nachdem die Zeitnahme per Sanduhr erfolgt ist, wird die Laufzeit "mit dem Faktor Show multipliziert und durch die Anzahl der Teilnehmer unter einer Stadtnummer geteilt". Das Ganze immer "unter Berücksichtigung der errechneten Beifallsoktanzahl".

Wer gewinnt, bekommt einen Wanderpokal, vermutlich einen 1,80 großen Krautlöffel. "Bürgermeister Berchtold hat spontan gesagt, den Löffel schnitzt die Stadt", berichtet Högl. Bauhofmitarbeiter Stefan Schwibbacher kümmert sich darum. Das Original, ein Geschenk der Stadt Bad Tölz, ist im Heimatmuseum zu sehen.

Högl hofft auf rege Beteiligung. Er denkt an Firmen, Vereine und Verbände, die Mannschaften stellen könnten. Bislang war die Resonanz positiv. "Bis Faschingsdienstag dauert es noch, da haben die Leute Zeit zu basteln", sagt Högl. Zu beachten haben die potenziellen Teilnehmer dabei nur ein paar Formalitäten (siehe Kasten).

Für ihre Mühen werden sie auf der anschließenden Party mit einer Menge Faschingsgaudi entschädigt: Es treten nicht nur die Prinzenpaare der Faschingsgesellschaft Narreninsel auf, sondern auch Prinzen-, Jugend- und Kindergarde. ste/jam

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