Sportschiessen Gespannfahren

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Zagreb/Geretsried &#8211; Es sollte der krönende Abschluss einer tollen Karriere im Nachwuchsbereich werden. Bevor er im kommenden Jahr in die Schützenklasse wechselt, wollte Michael Goldbrunner in Zagreb Junioren-Weltmeister im Doppeltrap werden. Vieles, auch die jüngsten Trainingsleistung, deutete darauf hin. Doch der Druck, unter den sich der 20-jährige Geretsrieder vor allem selbst gesetzt hatte, war gestern zu groß: Schwache 39 und 35 Treffer in den ersten beiden Serien à 25 Doubletten pulverisierten Goldbrunners Titelchancen. Insgesamt 118 von 150 möglichen Treffern ließen ihn am Ende 18. von 27 Startern werden. Den Titel holte sich der Russe Mikhail Leybo (131). Auch das Ergebnis der letzten, schwierigsten Serie deutete darauf hin, dass Goldbrunner total verkrampft in den Wettkampf gegangen war. Als das Ding für ihn nicht mehr zu retten war, holte der Deutsche 44 Scheiben vom Himmel. &#8222;Dreimal so, und er wäre Weltmeister geworden&#8220;, kommentierte Hans Goldbrunner den Auftritt seines Sohnes. Die Steigerung am Ende registrierte der Senior mit Wohlwollen: &#8222;Er hat sich nicht hängen lassen, das hat er inzwischen gelernt, das ist gut.&#8220; K peb <P><P>Geretsried &#8211; Das schnelle, zielgenaue Steuern von zwei Pferden vor einer Kutsche, seine eigentliche Domäne, hatte Reinhard Burggraf zuletzt vernachlässigt, sich mehr dem Solozug zugewandt. Logisch: In dieser Disziplin wird im Spätsommer der Weltmeister ermittelt, während die Zweierzüge, was globale Entscheidungen anbelangt, heuer Pause machen. Verlernt hat der Geretsrieder das Führen von zwei Rössern nicht: Bei der Deutschen Zweispänner-Meisterschaft in Biblis war nur A-Kaderkollege Sebastian Warneck besser als der 60-jährige Bayer. Die Möglichkeit, den ganz großen Wurf zu landen, verspielte Burggraf in der Dressur. Mit Rudi und Elcora vor dem Wagen war er als Fünfter und zwölf Punkten Rückstand &#8222;zu weit weg von der Musik&#8220;. Doch der Geretsrieder entwickelt gern Kampfgeist &#8211; vor allem gegen Widrigkeiten. Für die war diesmal Rudi zuständig. Der Hengst hatte einen schlechten Tag, war im Gelände &#8222;nicht so spritzig wie sonst&#8220;. Burggraf reagierte, wechselte die Richtung und ließ die formstarke Pepita die Führungsarbeit erledigen. Ein kleiner Hakler, der ihn &#8222;fast aus dem Sitz katapultiert&#8220; hätte und Zeit kostete, ließ nicht mehr als Rang acht zu. Im Zwischenklassement brachte das den 60-Jährigen aber auf den vierten Platz nach vorne. Mit der fast standardisierten Null-Fehler-Fahrt im Kegelparcours schob sich Reinhard Burggraf noch auf den Silberrang. Weil er sich mit Topresultaten bestens auskennt, hakt er sie schnell ab: Kurz freuen, dann geht&#8217;s weiter zur nächsten Herausforderung. Die wird das letzte Kaderturnier in diesem Jahr sein, bevor in zwei Wochen die ultimative WM-Einspännersichtung ansteht. Dort kämpft Burggraf um den letzten freien Startplatz in Rom. K peb <P>

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