Staatsstraße 2065: Gemeinden zahlen Planung

Allmannshausen – Die Gemeinden Berg und Münsing springen für den Freistaat in die Bresche.

Der Berger Gemeinderat hat am Dienstag einstimmig der Vorfinanzierung von Planungen für den Ausbau der Staatsstraße 2065 zwischen Allmannshausen und Weipertshausen zugestimmt. Berg streckt rund 38 000 Euro vor, auch Münsing beteiligt sich.

Der Ausbau der unfallgefährlichen Strecke steht seit langem auf der Liste und ist laut Stephanie Kürmeier-Beyl vom Staatlichen Bauamt Weilheim in der Dringlichkeitsstufe 1 R eingeordnet. R heißt Reserve, an einen Ausbau wäre demnach zwischen 2021 und 2025 zu denken. An der Notwendigkeit des Ausbaus hat sie keinen Zweifel, denn die Ortsdurchfahrt von Allmannshausen und die Straße um Weipertshausen sind bereits ausgebaut. Die rund 1,5 Kilometer lange Strecke durch den Wald dagegen sei in „sehr schlechtem Zustand“. Das R sorgt aber dafür, dass der Behörde die Hände gebunden sind, solche Reserveprojekte dürfen nicht im Voraus geplant werden.

Jetzt springen die Gemeinden ein. Berg wird ein Ingenieurbüro beauftragten, den Ausbau zu planen. Der bringt auch einen lange ersehnten Radweg und wird um die 1,3 Millionen Euro kosten. Den Ausbau selbst zahlt dann der Freistaat, falls das Vorhaben in ein Sonderprogramm rutscht oder ein anderes Projekt herausgenommen werden muss. Das ist ein Vorteil des R, da nur Projekte in Dringlichkeit 1 R von der Ersatzbank auf die Liste der Bauvorhaben verschoben werden können. Eine Realisierung ist daher schon in einigen Jahren – frühestens 2015 – möglich.

Bergs Bürgermeister Rupert Monn sieht die Vorfinanzierung als richtigen Schritt an: „Die Strecke ist für die Gemeinde so wichtig, dass wir das vorfinanzieren.“ Der Ausbau bringe auch eine durchgehende Radwegverbindung Richtung Münsing, was ein Wunsch der Gemeinde Berg sei. Für Berg sind solche Finanzierungsmodelle nichts Neues: Die Ortsdurchfahrt Allmannshausen hatte die Gemeinde selbst bezahlt und sich das Geld vom Freistaat zurückgeben lassen. Das hat Rupert Monn zufolge immer geklappt. Das Geld für den Ausbau der freien Strecke nach Weipertshausen jedoch will die Gemeinde nicht vorschießen.

(ike)

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