Domvikar Manfred Maurer (li.) folgt auf Prof. Joachim Burkard (re.)  als  Stiftungsdirektor von St. Matthias in Waldram.
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Willkommen und Abschied: Domvikar Manfred Maurer (li.) folgt auf Prof. Joachim Burkard. Der Stiftungsdirektor von St. Matthias wurde nach vier Jahren feierlich verabschiedet.

Stiftungsdirektor Joachim Burkard gibt Amt an Manfred Maurer ab

Stabwechsel am Waldramer Gymnasium und Kolleg St. Matthias

St. Matthias in Waldram hat einen neuen Stiftungsdirektor: Domvikar Manfred Maurer folgt auf Prof. Jachim Burkard.

Wolfratshausen – Das Gymnasium und Kolleg St. Matthias in Waldram hat in den vergangenen Jahren sein Gesicht verändert. Statt Spätberufene, die im Seminar auf ihre geistliche Laufbahn hinarbeiten, pauken nun junge Menschen den Lernstoff für das Fachabitur an der neuen FOS. Der Wohnbereich ist seit einiger Zeit auch für Frauen geöffnet, was vor Jahren undenkbar schien. Die Veränderungen sind besonders mit einem Namen verbunden: Prof. Joachim Burkard. Der bisherige Stiftungsdirektor von St. Matthias wurde vor wenigen Tagen in einem feierlichen, corona-konformen Rahmen verabschiedet. Als Nachfolger wurde Domvikar Manfred Maurer vorgestellt.

Auch wenn die Schule unter seiner Ägide viele Veränderungen umgesetzt hat, verlässt Burkard eine Einrichtung, die ihrem Geist treu geblieben ist. „Wir verfolgen immer noch denselben Grundauftrag: Menschen dabei begleiten, einen Beruf und eine Berufung zu finden“, betonte Burkard in seiner Abschiedsrede. Es wurde deutlich, dass sich Burkard seit Mai 2016 mit den vielen Veränderungen nicht immer nur Freunde gemacht hatte. Gerade Ehemalige der Schule begrüßten nicht alle neuen Ansätze, insbesondere die Schließung des Spätberufenenseminars sorgte für Diskussionen. „Ich hatte manches Kreuz zu tragen – und für manche war ich selbst ein Kreuz“, fasste Burkhard lächelnd zusammen.

„Die Situation hat jemanden erfordert, der keine übertriebene Angst hat, Fehler zu machen. Jemanden, der keinen Wert darauf legt, am Ende Recht zu behalten, und jemanden, der Meinungsverschiedenheiten ehrlich austragen kann.“

Schulleiter Ralf Wiechmann

Im Saal der Seminarkirche war davon nichts zu spüren – ganz im Gegenteil: „Heute ist ein Tag der Dankbarkeit“, sagte Ordinariatsdirektorin Dr. Sandra Krump. „Wenn wir heute sehen, was in den vergangenen Jahren alles erreicht worden ist: Das ist schon großartig.“ Schulleiter Ralf Wiechmann schloss sich den dankbaren Worten an. Dass es in der Einrichtung, die 182 Schüler betreut, heute „förmlich überall nach Zukunft riecht“, während andere Spätberufenenseminare sang- und klanglos geschlossen wurden, sei der Führungsqualität des scheidenden Stiftungsdirektors geschuldet. „Die Situation hat jemanden erfordert, der keine übertriebene Angst hat, Fehler zu machen. Jemanden, der keinen Wert darauf legt, am Ende Recht zu behalten, und jemanden, der Meinungsverschiedenheiten ehrlich austragen kann.“ Diese Qualitäten konnte Burkard mit einer besonderen Stärke verbinden: „Das Lachen, das andere und das sich selbst auf die Schippe nehmen“ machten die gute Zusammenarbeit noch angenehmer.

Burkards Nachfolger stellte sich in einer kurzen Rede selbst vor. Seit 15 Jahren arbeitet Manfred Maurer in der Schulseelsorge in Pullach, was er weiterhin auf einer halben Stelle tun wird. „Für mich stehen immer die Schüler im Mittelpunkt. Es ist mir wichtig zu wissen, wer sie sind, wie sie sind und für wen ich hier arbeite“, so Maurer. Seinem Vorgänger dankte er dafür, einen „gepflegten Acker“ in einem „großartigen Gebäude“ übernehmen zu dürfen.

Dominik Stallein

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